Trennung bestätigt

Das Rallyefahrzeug von Yamaha bewies Nehmerqualitäten und rüttelte das Team von Zitzewitz/Thielecke ordentlich durch.
Das Rallyefahrzeug von Yamaha bewies Nehmerqualitäten und rüttelte das Team von Zitzewitz/Thielecke ordentlich durch.

Das Erfolgsteam der Rallye Dakar Giniel de Villiers/Dirk von Zitzewitz geht getrennte Wege

shz.de von
02. Juni 2018, 09:42 Uhr

Zwölf Jahre lang waren sie eines der erfolgreichsten Teams im Rallyesport. Zum 31. März haben sich die Wege des Südafrikaners Giniel de Villiers und des Ostholsteiners Dirk von Zitzewitz getrennt. „Wir haben den Vertrag nicht verlängert“, bestätigt von Zitzewitz, der vor einer Woche zusammen mit seinem Navigator Christoph Thielecke die Rallye Hellas gewonnen hat (wir berichteten).

Den Ausschlag habe die unterschiedliche Zielvorstellung gegeben, meint von Zitzewitz. Während der Deutsche sein großes Ziel, die Dakar zu gewinnen, verfolgt, hat für de Villiers die Teilnahme Vorrang. Das Ende der Cockpitgemeinschaft sei nicht im Schlechten geschehen: „Fakt ist, dass wir eine tolle Zeit gehabt haben. Giniel ist ein guter, konzentrierter und bewusster Fahrer, der mich immer sicher ins Ziel gebracht hat“, stellt Zitzewitz fest. Er sagt aber auch: „Alles hat seine Zeit!“

Zurzeit ist Dirk von Zitzewitz mit Blick auf die Rallye Dakar zwar vertrags-, nicht aber arbeitslos. „Ich befasse mich jetzt intensiv mit der Nachbereitung der Hellas“, sagt der Navigator, der sich in Griechenland auch hinter dem Steuer wohl gefühlt hat. Er habe die Position des Fahrers intensiver kennengelernt. Dabei fuhr er ein Side-by-Side-Fahrzeug von Yamaha, ein Fahrzeug, das sich zum Einstieg in den Rallyesport eigne, da es sich in einem Kostenrahmen bewege, der auch für Neulinge zu bewältigen sei. Zitzewitz saß bei der Rallye rund um das historische Olympia nicht zum ersten Mal am Steuer: „Ich habe schon immer Lust gehabt, selbst zu fahren“, sagt der 49-Jährige. Nach der Nachbereitung der Griechenland-Rallye will Dirk von Zitzewitz entspannen: „Dann ist erst einmal Urlaub angesagt.“

Nach der Bekanntgabe der Trennung von Giniel de Villiers sondiert von Zitzewitz verschiedene Angebote. „Ich stehe in Verhandlungen mit zwei Teams und kann noch aussuchen, wo ich fahren werde. Ich möchte einen motivierenden Fahrer, der gewinnen will – und der auch das Potenzial hat zu gewinnen“, erläutert er seine Pläne.

Wenn die Verhandlungen abgeschlossen sind, will er möglichst zügig loslegen. Die Rallye Baja in Polen vom 30. August bis 2. September ist eine sehr geeignete Veranstaltung, um für die Dakar zu testen, die Anfang Januar 2019 in Südamerika gestartet wird.

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