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Ostholsteiner Anzeiger

21. August 2017 | 12:35 Uhr

Treffpunkt Riemannhaus

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Basketballer Paul Sprick studiert in den USA und stattete seiner Heimatstadt Eutin einen Besuch ab

Eigentlich hatte sich Paul Sprick bei seinem Besuch in Eutin nur einen Abend für den Dienst im
Riemannhaus eingetragen. Dann wurden doch drei Abende draus. „Die Atmosphäre hat mich angezogen. Dass sich dort Turner treffen, die schon vor 50 oder 60 Jahren zusammen ihren Sport getrieben haben, und gemeinsam Lieder anstimmen, ist einfach schön“, sagt der 19-Jährige, der am Donnerstag wieder in die USA geflogen ist. Dort stehen seine akademische Ausbildung und Basketball am Centre College in Danville, Kentucky, auf dem Programm.

Der Campus in der Kleinstadt Danville soll für die nächsten Jahre Paul Spricks Lebensmittelpunkt sein. Er nimmt am 1. September sein Studium der Wirtschaftspsychologie auf und wird sein Zimmer von zehn Quardratmetern mit seinem Mitspieler Quinn teilen, der aus Kentucky kommt. Der Umzug von Greensboro nach Danville ist für den 17. August geplant Ursprünglich hatte der Eutiner Sportpsychologie studieren wollen, ein Fünf-Wochen-Praktikum an der Universität von Greensboro, Nord Carolina, brachte ihn auf eine andere Richtung. „Im Vordergrund soll auf jeden Fall die akademische Ausbildung stehen“, sagt Sprick. Neben Psychologie stehen da auch Fächer
wie Statistik, Betriebswirtschaftslehre, Marketing und „Public Speaking“, also Rhetorik, auf dem Ausbildungsplan. Die Privat-Universität von Danville hat einen ausgezeichneten Ruf. Zu den Partner-Universitäten gehören Yale, Harvard und Princeton, also weltweit allererste Adressen.

Sportlich habe das Centre College durchaus Qualität. „Das Basketballteam hat in der vergangenen Saison 25 Siege bei fünf Niederlagen erreicht“, sagt Paul Sprick und beugt der Annahme vor, dass Basketball vollkommen in den Hintergrund geraten könnte. Das Centre College zähle im Basketball zu den Top 100 in den USA, mithin zu den führenden zwei Prozent.

Der Tagesablauf für den Alltag in den nächsten Semestern steht schon fest. Das erste Training beginnt morgens um 6 Uhr und dauert zwei Stunden, dann gibt es Frühstück, dem die ersten Vorlesungen folgen, gegen Mittag gibt es die nächsten Trainingseinheiten, am Nachmittag wieder Vorlesungen und am Abend soll es in den Kraftraum gehen. Nach dem Abschluss in Greensboro hat Paul Sprick an seinen Grundlagen gefeilt. Mit Personal Trainer Korey van Dussen hat er besonders die Rumpfmuskulatur trainiert.

Mit dem Abschluss der Basketballsaison hat sich Paul Sprick einen Platz in
den Geschichtsbüchern der Greensboro Day School gesichert. Nicht genug, dass das Team bei den „Nationals“, den nationalen US-Meisterschaften im New Yorker Madison Square Garden dabei war, er hat dort mit zwei verwandelten Freiwürfen einen Schulrekord aufgestellt. „Ich habe insgesamt 20 von 20 Freiwürfen getroffen“, berichtet er stolz von seiner 100-Prozent-Quote.

Bei seinem Aufenthalt in Eutin hat er auch den Abiball seines Jahrgangs der Voß-Schule besucht. „Das hat Spaß gemacht“, sagt Paul Sprick. Bei seinen Einsätzen im Riemannhaus hat er seine beiden ersten Trainer, Mathias Töpfer und Niko Heinrichs wiedergetroffen und auch zusammen mit seinen früheren Mitstreitern Tobias Schramm und Tim Krause gekellnert.

„Ohne die Turnerschaft Riemann Eutin wäre all das, was ich jetzt erlebe, nicht möglich gewesen. Dafür bin ich sehr dankbar“, sagt Paul Sprick und streicht sich nachdenklich durch den Bart, der an seinem Kinn sprießt.

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erstellt am 04.Aug.2015 | 16:15 Uhr

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