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Ostholsteiner Anzeiger

18. Oktober 2017 | 17:41 Uhr

Eutin : Traumwelten ausgezeichnet

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Stadt verleiht Kulturpreis an den Verein „Theater Eutiner Mischpoke“. Mit der Ehrung wurde 19 Jahre Engagement gewürdigt.

shz.de von
erstellt am 21.Feb.2015 | 04:00 Uhr

18 Weihnachtsmärchen, eine Familiengeschichte, neun Stücke für Erwachsene, hunderte von Textbüchern und tausende Stunden Probenzeit: Was der Verein „Theater Eutiner Mischpoke“ in den vergangenen 19 Jahren geleistet hat, begeisterte rund 30  000 Zuschauer. Und auch die Stadt Eutin würdigte das Engagement der ehrenamtlichen Bühnen-Truppe, die insbesondere durch das alljährliche Weihnachtsmärchen sich einen Namen gemacht hat. „Sie haben beachtliche Leistungen gezeigt und den Eutinern lustige und kurzweilige Stunden gebracht“, sagte Bürgervorsteher Dieter Holst gestern bei der Verleihung des Kulturpreises 2014.

Der Sozialausschuss der Stadt hatte den Theaterverein aus einer Reihe von Bewerbern vorgeschlagen, die Stadtvertreter die Empfehlung einstimmig angenommen. „Diese Auszeichnung macht uns sehr stolz“, sagte der Vereins-Vorsitzender Alexander Grau in seiner Rede im Rathaus. Der Preis sei eine Anerkennung für 19 Jahre Kultur in Eutin – „ehrenamtlich und ohne finanziellen Hintergedanken“, betonte Grau. Der Preis zeige, dass sie in der Vergangenheit alles richtig gemacht hätten.

„Wir erleben immer wieder neu den Zauber des Theaters“, sagt Grau. Die Magie der Bühne sei das, „was die Zuschauer erfreut, unterhält, zum Lachen bringt und bewegt“, sagte Grau. Und genau das sei es, was die Mitglieder antreibt.


„Der Zeit weit voraus gewesen“


„Ihr seid unerlässlich geworden“, sagte Martin Karl-Wagner in der Laudatio zum Kulturpreis. Der Musiker sprach davon, dass der Theaterverein immer das passende Stück für die Leute, aber auch die passenden Leute fürs Stück gefunden habe. „Ihr habt Traumwelten erschaffen“, sagte Karl-Wagner. Und dabei sei es egal gewesen, dass diese Traumwelten aus Styropor und Kleister entstanden sind. Kneipen, Wüsten, Berge, Hotelzimmer, Schiffe – die Kulissen der 29 Produktionen haben die Mitglieder des Theatervereins in Eigenregie errichtet. „Wir haben den Mississippi nach Eutin geholt, das Taka-Tuka-Land, die Trollwelt, den Orient, das Zauberreich Oz“, sagte Grau.

Insbesondere das Engagement rund um die Weihnachtsmärchen hob Karl-Wagner hervor. „Das Thema war in der Region kaum besetzt, die große Begeisterung der Schulen hat Euch Recht gegeben.“ Der Verein sei der Zeit weit voraus gewesen, sagte Karl-Wagner. Inzwischen würden viele die Art und Weise des Vereins kopieren.

Der Kulturpreis sei keine Würdigung für ein Lebenswerk, sagte Karl-Wagner und rief den Verein auf: „Macht weiter!“ Die Antwort hatte Alexander Grau in seiner Rede parat: „Wir werden auch in Zukunft in Eutin Theater spielen“, sagte der Theaterchef unter dem Beifall der anwesenden Gäste.

 

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