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Ostholsteiner Anzeiger

21. Oktober 2017 | 22:33 Uhr

Trauerfeier für Karl-Heinz Stamer

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

von
erstellt am 12.Nov.2014 | 14:37 Uhr

Für Karl-Heinz Stamer war ein Handschlag noch so viel wert, wie es heute hundertseitige Vertragswerke richten sollen. Auf seine Zusage konnten sich in Ostholstein auch viele verlassen, die bei ihm Unterstützung für kulturelle Projekte suchten. Der Lensahner Bauunternehmer und Kunstmäzen ist vorige Woche im Alter von 90 Jahren gestorben; die Trauerfeier findet heute in der Kirche in Lensahn statt.

Auf seine Berufsbezeichnung Baumeister im Hoch- und Tiefbau war Karl-Heinz Stamer immer stolz. Er verstand darunter nicht nur einen hohen Anspruch an sein eigenes Können, sondern auch an das aller am Bau Beteiligten – vom Handlanger bis zum Architekten, vom Materiallieferanten bis zum Firmenchef. Als 30-Jähriger übernahm Karl-Heinz Stamer 1954 die Leitung des Familienbetriebes. In der Wirtschaftswunder-Zeit wuchs das im Straßen- wie im Hochbau
tätige Unternehmen dynamisch: Transportbeton, Mörtel, Asphalt und Betonfertigteile, auch Kiesabbau und Baustoffhandel kamen hinzu. Die Bestimmtheit, mit der Stamer ans Werk ging, brachten seinen Unternehmungen jahrzehntelang viel Erfolg, ihm aber nicht immer nur Freunde ein. Dankbarkeit erntete er aber bei vielen, denen er in persönlichen Notlagen unter die Arme griff und auch bei denen, die seine Gönnerhaftigkeit zu schätzen wussten. So finanzierte er in den 90er Jahren die Aufstellung mehrerer Bronze-Plastiken von Karlheinz Goedtke in Eutin und bedachte auch die Schloss-Stiftung mit einer Replik der „Flora“-Statue.

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