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Ausgezeichnete Köchin : Tränen der Freude bei der Siegerin

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Monika Samways aus Malente gewinnt spannenden Kochwettbewerb und Traumküche.

von
erstellt am 09.Dez.2013 | 04:00 Uhr

Keine Jubelschreie, eine tiefe, von ein paar leisen Tränen begleitete Freude erfasst Monika Samways nach dem spannendsten Moment des großen Finales unserer Küchenlust. Gegen 22.30 Uhr verkündet am Freitag Abend im Schleswiger Waldschlösschen Moderator Jan Malte Andresen, wer sich Schleswig-Holsteins Hobbykoch des Jahres nennen darf, wer eine Traumküche im Wert von 10 000 Euro gewinnt. Es ist die zierliche Lehrerin aus Malente, die sich über drei Stunden lang mit Monika Schnoor aus Osterstedt vor mehr als 120 Gästen ein Koch-Duell auf hohem Niveau geliefert hat.

Ganz ruhig, ganz bescheiden, ganz für sich allein - obwohl es erlaubt war, eine Kochhilfe mit zu nehmen - bereitet Monika Samways ihr dreigängiges Menü zu. „Es ist ok“, lautet ihr eigenes Urteil, nachdem ihr Dessert – süße Kürbisspalten mit Walnüssen und Joghurtquark – auf den Tellern ist. Doch die Küchenlust-Jury bewertet auch den Möhrenflan mit Lachs und Kressesahne sowie als Hauptgang die Hähnchen-Involtini mit Fenchel-Möhrengemüse von Monika Samways weit höher als ok. „Ihre Nachspeise ist auf Profikoch-Niveau“, befindet Klaus-Peter Willhöft, Präsident des Schleswig-Holstein Gourmet-Festivals. „Die Involtini sind schön saftig, jede Zutat der Füllung ist gut heraus schmeckbar“, meint Waldschlösschen Küchenchef-Matthias Baltz, der zur Koch-Gala seinen 30. Geburtstag feiert.

Große Anerkennung aber auch für die Zweitplatzierte Monika Schnoor. „Toll, wie sie mit dem Messer und anderen Arbeitsgeräten umgehen kann“, lobt Gitti Drolshagen, Geschäftsleitung von Förde-Küchen. „Das Lachstatar war lecker und frisch“, befindet Landfrauen-Präsidentin Marga Trede. Dieses ummantelt die Lehrerin aus Osterstedt mit Zucchinischeiben und serviert den rohen Fisch mit Kürbis-Kartoffelwaffeln. Es folgt ein Lammfilet mit Kirsch-Schokoladen-Soße und Raukebandnudeln sowie als Dessert die Zimt-Grießknödel mit Schokokern und Pflaumenkompott.

„Ich habe mein bestes gegeben“, sagt die von ihrer Schwester in der Küche unterstützte Monika Schnoor, während die Jury ihre Nachspeise testet. Vor zwei Jahren schaffte die lebenslustige Musiklehrerin bereits den Sprung unter die besten acht beim landesweiten Kochwettbewerb, den unsere Zeitung zusammen mit Förde-Küchen ausrichtet. Nun endlich im Finale, und dann doch „nur“ Zweite. Für kurze Zeit ist die Enttäuschung groß. Doch schon wenig später überwiegt die Freude über das Erreichte und den zweiten Platz - zwei Karten für einen Gala-Abend des Gourmetfestivals mit 2-Sterne-Koch Wolfgang Becker, inklusive Besuch in der Küche.

Der Siegerin fehlen noch einige Zeit die Worte. „Ich habe das noch gar nicht realisiert“, sagt Monika Samways. Sehr wohl aber ihre Ehemann, der sofort per Handy Tochter und Sohn vom Erfolg der Mutter informiert. „Ich bin richtig stolz auf meine Frau“, sagt David Samways, der selbst auch ein sehr guter Hobbykoch ist.

Das Publikum fiebert von der ersten bis zur letzten Minute mit den Finalistinnen mit. Nahezu alle schauen mal vorne in der Show-Küche vorbei, schnacken und loben die beiden Monikas und freuen sich über ein paar Kostproben. Reichlich kulinarische Genüsse für die Gäste hat aber auch das Team von Matthias Baltz auf ein exzellentes Büfett gezaubert - vom Wachtelbrüstchen bis zum Maronenparfait. Köstlich auch die sich um das Thema Essen und Trinken rankenden kulturellen Genüsse, die Opern-Solistin Sylvia Wieland – in drei wechselnden Kostümen - präsentiert. Mucksmäuschenstill ist es, wenn die Märchenerzählerin wunderbare Geschichten rezitiert. Mitreißend ihre schwunghaften, mit glasklarer Sopranstimme zelebrierten Lieber wie „Jetzt trink’n ma noch a Flascherl Wein“.

Das taten die meisten Gästen sogar noch nach der Siegerehrung, sie folgten dem Wunsch, von Verlagsleiterin Britta Pilz, die zur Begrüßung gesagt hatte: „Sie brauchen nichts zu tun, außer den Abend zu genießen.“ Ihren Sieg und ihre neue Küche wird Monika Samways hoffentlich noch lange Zeit genießen können.

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