Traditionssegler „Dagny“ gehoben

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13. Oktober 2014, 13:26 Uhr

Fast zwei Wochen, nachdem es im Neustädter Hafen gesunken war, wurde am vergangenen Wochenende der mehr als 100 Jahre alte Traditionssegler „Dagny“ gehoben. „Mehrere Leckagen bestätigten den Verdacht, dass das Schiff aufgrund seines maroden Zustandes gesunken war“, sagte Karsten Dose, Pressesprecher der Wasserschutzpolizei. Das Unterwasserschiff sei von mindestens drei großen und vielen weiteren kleinen Leckagen überzogen gewesen. Taucher, Freiwillige Feuerwehr, THW, DLRG, zwei schwere Mobilkräne, das Ordnungsamt und die Polizei waren an der Bergung beteiligt. Die Straße „Schiffbrücke“ musste wegen der Bergung gesperrt werden. Nachdem zuvor Haltegurte unter dem Schiff hindurchgezogen wurden, konnte der Traditionssegler angehoben und gleichzeitig leergepumpt werden. Anschließend wurde es auf die andere Seite des Hafenbeckens geschleppt und dort wieder mittels der beiden mobilen Kräne aus dem Wasser gehoben und an Land abgestellt. Die bei der Bergung geringfügig austretenden Betriebsstoffe wurden von einer Spezialfirma mit Bindemitteln aufgefangen. Die Bergung zog sich über den gesamten Samstag hin. Gegen den 52-jährigen Eigentümer wird jetzt strafrechtlich wegen des Verdachts der zumindest fahrlässigen Gewässerverunreinigung ermittelt.

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