Tourismus-Paket auf dem Prüfstand

Arbeitsgruppe will bis Mitte April Katalog für touristisches Marketing erarbeiten

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27. März 2014, 15:22 Uhr

Bis Ende Juli wollte die Gemeinde Malente einen Dienstleister für das touristische Marketing gefunden haben, das bis Ende des Jahres noch von GLC Glücksburg Consulting betreut wird. Doch dieser Zeitplan ist kaum noch zu halten. Denn der Tourismus-Ausschuss beschloss am Mittwoch auf Vorschlag der SPD, das Paket der von der Gemeinde verlangten touristischen Dienstleistungen auf den Prüfstand zu stellen. Dafür wurde eine Arbeitsgruppe gegründet. Zugleich beschloss der Ausschuss, dass der Vertrag mit dem künftigen Dienstleister eine Laufzeit von fünf Jahren haben soll.

Mitglieder der Arbeitsgruppe sind der Ausschussvorsitzende Holger Bröhl (Freie Wähler), Uwe Potz (CDU), Werner Dörffler (SPD), Ingo Wagner (Grüne) und Dietrich Busch (FDP). Daneben wird Kurdirektor Georg Kurz und ein Vertreter der Wirtschaftsvereinigung der Arbeitsgruppe angehören. „Es geht um eine Bestandsaufnahme, welche Leistungen nötig sind, um Übernachtungszahlen nicht absinken zu lassen“, erläuterte Dörffler (SPD).

Die Stoßrichtung ist klar. Was verzichtbar erscheint, soll gestrichen werden, um so angesichts der desolaten Finanzlage der Gemeinde Geld zu sparen. Immerhin gebe die Gemeinde im Jahr 2014 rund 372 000 Euro für die touristischen Dienstleistungen aus, erklärte Dörfler. Derzeit arbeiten zwei Dienstleister für die Gemeinde: GLC und die Tourismuszentrale Holsteinische Schweiz, die sich auch weiterhin um das überörtliche Marketing kümmern wird.

Drei Wochen Zeit hat die Arbeitsgruppe, um Ergebnisse zu liefern. Am Mittwoch, 16. April, will der Tourismusausschuss zu einer außerplanmäßigen Sitzung zusammenkommen, um die Ausschreibung in Gang zu setzen und über einen Zeitplan zu entscheiden. Einen Zuschlag werde es voraussichtlich im August geben, erklärte Kurdirektor Kurz. Eigentlich wollte man den Zuschlag bereits im Juli erteilen, um dem künftigen Dienstleister genügend Zeit zu geben, sich auf die Aufgabe vorzubereiten.

Bürgermeister Michael Koch hatte es im Laufe der intensiven Diskussion zwar begrüßt, dass sich die Ausschussmitglieder Gedanken über die touristischen Dienstleistungen machen wollten, doch er hatte auch an den engen Zeitplan erinnert: „Wir können Ihnen dann nicht garantieren, dass rechtzeitig ein neuer Dienstleister gefunden wird“, warnte er. Doch Dörffler hat sich offenbar einiges vorgenommen, um die knapp bemessene Zeit zu nutzen: „Wir werden unheimlich arbeiten“, kündigte er an.

Bei der Sitzung am 16.
April hat der Tourismus-
Ausschuss noch ein weiteres Thema auf der Tagesordnung: Dann will er entscheiden, ob die abgesenkte Decke im zurzeit gesperrten Kursaal für rund 70 000 Euro saniert werden soll (wir berichteten gestern).

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