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Ostholsteiner Anzeiger

16. Dezember 2017 | 06:38 Uhr

Torsten Albig in Politik und privat

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Der Ministerpräsident und sein Wahlkampf-Auftritt in Eutin / Bürgergespräch war moderierte Veranstaltung mit einem „Drehbuch“

von
erstellt am 04.Apr.2017 | 13:20 Uhr

Um den Sinn dieses Besuchs wurde kein Geheimnis gemacht: Wahlwerbung für die Regierungspartei. Ministerpräsident Torsten Albig (SPD) absolvierte Montagabend im Behrens Busterminal einen Wahlkampftermin.

Zunächst nahm Albig einen Spaten in die Hand, schaufelte gemeinsam mit der Eutiner Landtagsabgeordneten Regina Poersch und Firmenchef Claus Behrens den symbolischen Grundstein für eine Erweiterung des Busterminals. Danach stand er gut eineinhalb Stunden für ein „Bürgergespräch“ im Busterminal bereit – eine stringent organisierte Veranstaltung, bei der die Berliner Journalistin Cosima Schmitt als Moderatorin auch Regie führte.

Die vom Shantychor „Eutiner Wind“ umrahmte Grundsteinlegung begleitete Albig mit der Feststellung, dass dieses Land Unternehmer brauche, die etwas wagten. Ohne Änderungen und Anpassungen an die Forderungen der jeweiligen Zeit könne ein familiengeführtes, über Generationen existierendes Unternehmen wie Behrens nicht neun Jahrzehnte bestehen. Mit dem Busterminal biete das Reisebüro ein Alleinstellungsmerkmal. Säulen wirtschaftlichen Erfolgs seien Service, Kundennähe und Qualität, sagte Albig.

Claus Behrens berichtete, dass der Bau des Busterminals 2011 mit Reiserestaurant, 150 Pkw-Stellplätzen und kostenlosen Übernachtungsmöglichkeiten ein Wagnis gewesen sei, das sich aber viel erfolgreicher entwickelt habe als erhofft. Mit mehr als 75  000 Reisegästen pro Jahr habe sich die Firma Behrens zu einer der führenden Busreise-Veranstalter des Nordens entwickelt. Die Grundsteinlegung erfolge
für den Bau von weiteren
150 Stellplätzen.

Im Bürgergespräch, an dem rund 100 Personen – die Mehrheit SPD-Mitglieder – teilnahmen, schilderten im Interview mit Cosima Schmitt sowohl Regina Poersch als auch Torsten Albig ihre Lebenswege und den Punkt, an dem sie sich entschieden, in die Politik zu gehen. Das Publikum wurde gebeten, Fragen auf Karten zu formulieren, und diese betrafen Themen wie Schulen, Kinderbetreuung, Polizei, Straßenbau und Gesundheitssystem.

Die Fragen der Moderatorin waren aber auch darauf bedacht, die private Seite Albigs zu beleuchten: Seine Herkunft aus einfachen Verhältnissen zum Beispiel. Er sei der erste Albig gewesen, dem die Chance zu Abitur und Studium eingeräumt worden sei. Oder seine kommunalpolitischen Erfahrungen in Lütjenburg, wo er Rituale kennengelernt habe, die es genau so auch in Landtag und Bundestag gebe. Alltagsroutinen, Erziehungssorgen, Volksnähe – das Bemühen, Albig nicht nur als erfolgreichen Politiker, sondern auch als „Mensch wie du und ich“ zu präsentieren, war klar erkennbar.

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