"Tolle Lage" fürs Wohnen im Alter

Wenn Bernd Rubelt gleich am ersten Tag als  neuer Leiter des  Stadtbauamtes  einen solchen Projektstart erlebe,  sei das bestimmt ein gutes Omen, sagte Bürgermeister Schulz.    Fotos: Buhmann
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Wenn Bernd Rubelt gleich am ersten Tag als neuer Leiter des Stadtbauamtes einen solchen Projektstart erlebe, sei das bestimmt ein gutes Omen, sagte Bürgermeister Schulz. Fotos: Buhmann

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17. März 2011, 07:05 Uhr

eutin | Seit Eröffnung des Klinikneubaus lag das alte Krankenhausgelände am Kleinen Eutiner See fast zehn Jahre brach. Seit gestern wird dort kräftig an einer frischen Nutzung gearbeitet: Auf dem "Sahnegrundstück", wie Landrat Reinhard Sager schwärmte, sollen in vier Gebäudekomplexen 176 Mietwohnungen entstehen.

Sager betonte als Grußredner seine Erleichterung, nach mehreren schlechten Erfahrungen mit Investoren endlich den Start für eine neue Bebauung zu erleben. Das gut drei Hektar große Areal gehörte bis vor wenigen Wochen dem Kreis Ostholstein. Er hatte auf die mit dem Unternehmen Semmelhack 2009 vereinbarte Kaufsumme von 1,7 Millionen Euro fast zwei Jahre warten müssen, weil trotz Zusagen die öffentliche Förderung für Mietwohnungen und ökologische Bauweise lange in der Schwebe blieb.

Bürgermeister Klaus-Dieter Schulz erinnerte ebenfalls an die Fehlschläge mit windigen Projektentwicklern und bekundete seinen Respekt vor den Stadtvertretern, die über immer neue Planungsvarianten zu beraten hatten. Die Wende in den Versuchen, an stadtbildprä gender Stelle in Eutin eine zukunftsgerichtete Bebauung zu schaffen, habe 2008 der Kontakt mit dem Semmelhack-Vertreter Hartmut Thede gebracht. Die große Nachfrage - 100 Wohnungen seien schon reserviert, hieß es gestern - beweise die Attraktivität des Baukonzeptes und des Standortes Eutin.

Projektplaner Thede unterstrich die "tolle Lage" am See in Nähe von Bahnhof und Inennstadt. Die Wohnungen sollten "den Anforderungen der Generation 60 plus mehr als gerecht werden". Wörtlich: "Pflege, Betreuung, bewohnerspezifischer Service und ein würdevolles, selbstbestimmtes Wohnen im Alter sind für uns zentrale Zukunftsthemen."

Der AKA-Pflegedienst wird dort einen Stützpunkt einrichten. Die ersten Wohnungen sollen zum Jahresende fertig sein. Die letzten Bauarbeiten auf dem Gelände sollen zum September 2012 abgeschlossen sein. Mit den Rohbauten wurden zwei Firmen aus Mecklenburg beauftragt.

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