Tödliches Gift auf der Straße

Feuerwehrleute in Sicherheitsanzügen dichteten das Leck im Gift-Tank.
Feuerwehrleute in Sicherheitsanzügen dichteten das Leck im Gift-Tank.

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11. Oktober 2013, 00:34 Uhr

Einen Gefahrguteinsatz gab es gestern um 13.30 Uhr fünf Kilometer vor Puttgarden: An einem dänischen Tanklaster, der 22 120 Kilogramm giftiges Anilin geladen hatte, platzte ein Reifen. Dabei wurde ein Bodenventil beschädigt, wodurch etwa ein Liter Gift auf die Straße tropfte. Der unverletzt gebliebene, 51 Jahre alte Fahrer einer Firma aus Kolding wählte sofort den Notruf. Neben vier Feuerwehren wurden der Erkundungstrupp Fehmarn und Einheiten des Löschzuges Gefahrgut Ostholstein zur Beseitigung des Lecks und der ausgetretenen Flüssigkeit alarmiert. Die E 47 und die nahe Bahnstrecke wurden sofort nach dem Unfall komplett gesperrt, eine Fachfirma dichtete das Leck dauerhaft ab und zog einen neuen Reifen auf. Anilin wird in erster Linie als Ausgangsstoff für die Synthese von Farben und Kunstfasern, aber auch zur Herstellung von Kautschuk und Medikamenten verwendet. Die hellbraune Flüssigkeit ist ätzend, gesundheitsgefärdend und umweltgefährlich. Anilin ist ein starkes Blutgift. Da es nicht nur durch Schlucken, sondern auch durch Einatmen und durch die Haut aufgenommen werden kann, mussten die Einsatzkräfte eine Sicherheitszone einrichten, die nur mit Schutzanzügen betreten werden durfte.

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