Neukirchen in Ostholstein : Tödlicher Unfall: Zug erfasst Radfahrer

Der Radfahrer wollte den Bahnübergang überqueren und übersah hierbei offenbar den herannahenden Zug.

Der Radfahrer wollte den Bahnübergang überqueren und übersah hierbei offenbar den herannahenden Zug.

An einem unbeschrankten Bahnübergang ist ein Radfahrer beim Unfall mit einem Zug ums Leben gekommen.

shz.de von
09. August 2018, 18:35 Uhr

Neukirchen | Tödliches Zugunglück am Donnerstagnachmittag im Kreis Ostholstein. An dem unbeschrankten Bahnübergang Bergmühle in der Gemeinde Neukirchen erlitt ein 77-jähriger Radfahrer nach einem Zusammenstoß mit einem Eurocity tödliche Verletzungen. Der Mann verstarb noch an der Unfallstelle. Der Zug war gerade Richtung Lübeck unterwegs. Über die Unfallursache konnte die Polizei noch keine Angaben machen. Die Signalanlage vom Bahnübergang war nicht defekt, diese blinkte auch während des Einsatzes weiter. Zeugen wollen beobachtet haben, dass die Person trotz Blinklicht der Warnanlage über den Bahnübergang gefahren ist.

Um 15.03 Uhr kam es aus noch ungeklärter Ursache zu dem tödlichen Unfall. Der dänische Eurocity Zug war auf dem Weg von Puttgarden nach Lübeck, mit Halt in Oldenburg in Holstein. Am Bahnübergang Bergmühle kam es dann zu dem tragischen Unfall. Der Radfahrer wollte den Bahnübergang überqueren und übersah hierbei offenbar den herannahenden Zug.

Bahnlinie zwischen Puttgarden und Lübeck gesperrt

Obwohl die Lokführerin eine Notbremsung eingeleitet hatte, erfasste die Bahn das Rad. Ein herbeigerufener Notarzt, der per Rettungshubschrauber eingeflogen wurde, konnte nur noch den Tod des Unfallopfers feststellen. Die Bergung übernahm die Feuerwehr Neukirchen. Ebenfalls war ein Seelsorger mit vor Ort. Zwischenzeitlich wurden die Passagiere durch die Einsatzkräfte versorgt, unter anderem wurden mehrere Liter an Wasser zum Zug transportiert.

Die Bahnlinie zwischen Puttgarden und Lübeck war während der Unfallaufnahme gesperrt. Beamte der Bundespolizei stellten das Fahrrad für weitere Beweisaufnahmen sicher. Im Eurocity gab es keine Verletzten, der Zug wurde nach Großenbrode zurückgeführt. Ebenfalls wurde die Zugführerin durch den Notfallmanager aus dem Dienst genommen und durch einen Kollegen ersetzt. Die Passagiere des Eurocity wurden in Großenbrode durch die Feuerwehr betreut und mit Bussen zum nächsten Bahnhof gebracht.

Die Feuerwehr war mit etwa 20 Einsatzkräften vor Ort. Die Landes- und Bundespolizei hat die Ermittlungen aufgenommen.

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