Neustädter Bucht : Tödlicher Kiteunfall vor Pelzerhaken

Nach einem Sturz konnte ein 52-Jähriger sich nicht vom Kite aushaken – und wurde durch das kalte Wasser gezogen.

shz.de von
16. April 2015, 11:28 Uhr

Pelzerhaken | Ein 52 Jahre alter Mann ist am Mittwoch in der Neustädter Bucht bei einem Kiteunfall ums Leben gekommen. Er hatte die Kontrolle über seinen Kite verloren. Gegen 16 Uhr teilte ein Zeuge über Notruf der Polizei mit, dass vor dem Seegebiet Neustadt/Pelzerhaken (Kreis Ostholstein) ein Kitesurfer auf dem Wasser gestürzt sei und es nicht schafft, sich aus dem Kitedrachen auszuhaken.

Die Polizei informierte die Seenotleitung der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) in Bremen, die den Seenotkreuzer „Hans Hackmack“ alarmierte. Die Wasserschutzpolizei Lübeck fuhr mit dem Streifenboot „Habicht“ zum Unfallort.

Als die Beamten Pelzerhaken erreichten, hing der Kitesurfer bei ablandigen Winden immer noch an den Leinen des Kitedrachens und wurde durch das acht Grad kalte Wasser gezogen. Nachdem Polizisten die Verbindungsleinen einfangen konnten, zogen sie den Kiter an das Polizeiboot heran. Als der 52-jährige Neustädter auf das Tochterboot „Emmi“ der „Hans Hackmack“ geholt wurde, war er schon nicht mehr ansprechbar. Er wurde sofort auf den Rettungskreuzer gebracht, wo die Seenotretter im Bordhospital mit Wiederbelebungsversuchen begannen.

Im Neustädter Hafen übergab die DGzRS den Mann an einen Notarzt und eine Rettungswagenbesatzung, die ihn in das UKSH, Campus Lübeck, brachte. Dort starb er kurz darauf.

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