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Ostholstein : TNG lässt schwarze Flecken nicht liegen

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Wettbewerb mit den Stadtwerken Eutin auch jenseits unterversorgter Flecken

Zusammen mehr als 300 Personen kamen zu Informationsveranstaltungen der Firma TNG Stadtnetz in Ottendorf, Zarnekau und Griebel. Dort war – wie berichtet – noch die Frage offen, ob die TNG nur Haushalte mit Glasfaser versorgt, die in sogenannten unterversorgten Gebieten (weißen Flecken) liegen oder auch Kunden in versorgten Gebieten (schwarzen Flecken) akzeptiert.

Eine Antwort hat gestern TNG-Marketingleiter Marc Neben per Pressemitteilung gegeben: „Bei einem Erreichen der benötigten Anschlussquote von 60 Prozent der unterversorgten (weißen) Haushalte sollen auch die bereits besser versorgten (schwarzen) Haushalte mit an das Glasfasernetz angebunden werden. Demnach ist jeder Interessent – egal ob unterversorgt oder nicht – in den Aktionsgebieten aufgerufen, bei den ab September beginnenden Beratungsterminen einen Antrag einzureichen“, erklärt Neben. Und weiter: „Wir wollen damit noch stärker und klarer dem Projektgedanken gerecht werden und einen wirklich flächendeckenden Ausbau ermöglichen – für alle Dorfschaften, Streusiedlungen und Einzellagen“, so TNG-Marketingleiter Marc Neben.

Mit dieser Ankündigung werde das Aktionsgebiet (die Gemeinden Süsel, Kasseedorf und Altenkrempe) um die „schwarzen Flecken“ Bockholt, Bujendorf, Fassensdorf, Groß Meinsdorf, Röbel und Zarnekau ergänzt. Die Gemeinden Altenkrempe und Kasseedorf würden komplett als weiße Flecken betrachtet.

Die Aussage, schwarze Flecken zusätzlich zu den erfolgreich vermarkteten weißen Flecken auszubauen, gelte aber für alle 29 Gemeinden, die der Breitbandsparte des Zweckverbandes Ostholstein (ZVO) beigetreten sind.

Im Zuge der konkretisierten Planung seien auch die Gebiete des zweiten Aktionszeitraumes festgelegt worden , kündigte Neben weiter an: Danach sind es die Gemeinde Göhl und in der Gemeinde Malente die Orte Benz, Kreuzfeld, Krummsee, Nüchel, Rachut und Timmdorf, weiter in der Gemeinde Scharbeutz die Orte Gleschendorf, Klingberg und Pönitz, außerdem der Ort Schönwalde und sein Umland. Durch die Auswahl der Ortschaften werde gewährleistet, dass bereits zu Projektbeginn in drei von vier Losen des Ausbaugebiets eine Erschließung vorgenommen werden könne.

„Dies sind die Keimzellen für den Fortgang unserer Netzplanung und sie sind für die zu errichtende Infrastruktur von großer Bedeutung“, erklärt Marc Neben. Bereits ab Mitte August seien auch in diesen Bereichen Infoveranstaltungen geplant.

Mit dieser Ankündigung hat die TNG den Wettbewerb mit den Stadtwerken Eutin (SWE) in vollem Umfang aufgenommen. Die SWE hatte vor gut zehn Tagen angekündigt, dass sie die Orte Groß Meinsdorf, Bujendorf, Röbel und Bockholt mit Glasfaser versorgen wollten (OHA vom 15. Juli).

Und die Stadtwerke stehen für einen Bau von Glasfasernetzen in Sagau und Kasseedorf bereit, wo sie bereits Kunden geworben hat. Das wird aber durch die Gemeindevertretung in Sorge um die Abdeckung der restlichen Gemeindeteile mit schnellem Internet nicht unterstützt.

Die Kieler TNG Stadtnetz hatte am 30. Juni vom Zweckverband Ostholstein (ZVO) den Auftrag erhalten, ein flächendeckendes Glasfasernetzes in 29 ZVO-Breitband-Gemeinden zu vermarkten und zu errichten.

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erstellt am 25.Jul.2017 | 15:00 Uhr

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