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TNG baut Breitband auch in „schwarzen Flecken“

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Vertriebsgesellschaft des Zweckverbandes Ostholstein will bei vorhandener Wirtschaftlichkeit auch in Gebieten mit Konkurrenz bauen

von
erstellt am 16.Okt.2017 | 14:02 Uhr

Über diese Auswahl würden sich die meisten Menschen in anderen Orten freuen: In mindestens drei Dörfern der Gemeinde Süsel können Haushalte sowohl bei den Stadtwerken Eutin (SWE) als auch bei der Vertriebsgesellschaft des Zweckverbandes Ostholstein (ZVO), der TNG Stadtnetz GmbH, einen Breitbandanschluss beantragen. Das ergibt sich aus der gestern veröffentlichten Ankündigung der TNG, dass sie alle Antragsteller aus den drei Gemeinden Süsel, Kasseedorf und Altenkrempe mit schnellem Internet versorgen will – mit Ausnahme von Sagau, Freudenholm und Stendorf (siehe Seite 1).

Aber: Auch Kunden in Bockholt, Bujendorf und Süsel, wo die Stadtwerke bereits den Bau von Glasfasernetzen angekündigt haben, sollen TNG-Anschlüsse bekommen können. Die SWE bereiten im übrigen auch die Versorgung Groß Meinsdorf und Röbel vor.

Der Konkurrenz zum Trotz werde die TNG auch in Orten mit anderen Anbietern ein Breitbandnetz bauen, betonte Marc Neben, der bei der TNG fürs Marketing zuständig ist. „Das ist ein klares Signal auch für die weiteren Aktionsräume“, betonte Neben, „wir bieten unseren Service nicht nur in weißen, sondern auch in den sogenannten schwarzen Flächen an, wenn es sich durch eine ausreichende Anmeldequote wirtschaftlich rechnet.“ Und diese Bedingungen sei im ersten Aktionsraum, den die Gemeinden Süsel, Kasseedorf und Altenkrempe bildeten, erfüllt worden.

„Wir freuen uns sehr über dieses Ergebnis und das Vertrauen, das die Ostholsteiner uns entgegenbringen“, sagte TNG-Geschäftsführer Dr. Volkmar Hausberg (Foto rechts) „Die enorme Unterstützung aus den Gemeinden heraus, von kommunalen Vertretern und engagierten Einwohnern, hat entscheidenden Anteil daran, dass das Breitbandnetz nun zu ihnen kommt“, ergänzte Gesine Strohmeyer (Foto links), Vorsteherin des ZVO, der von 29 Gemeinden beauftragt wurde, ein Breitbandnetz zu bauen. „Mit ihrem großartigen Engagement haben die vielen Beteiligten gezeigt, was dieses Vorhaben so stark und besonders macht: Der gelebte Solidargedanke für eine kommunale Breitbandversorgung“, so Strohmeyer.

Der Aktionszeitraum, der eigentlich am 15. Oktober auslief, wird noch einmal bis zum 28. Oktober verlängert, in dieser Zeit werden Preisnachlässe gewährt (darunter ein kostenloser Glasfaser-Hausanschluss inklusive 20 Metern Tiefbau von der Grundstücksgrenze bis zur Hauswand im Wert von 980 Euro, egal ob der Kunde in einem schwarzen oder weißen Fleck wohnt). Interessenten, die bereits Verträge bei der TNG eingereicht haben, erhielten noch im Laufe dieser Kalenderwoche ihre Auftragsbestätigung, hieß es.

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