Neuer Reise- und Naturführer : Tipp "Wilde Weiden"

Am schönsten Picknickplatz der Holsteinischen Schweiz warben Herlich Marie Todsen-Reese und Uwe Dierking für einen neuen Naturführer. Foto: hfr
Am schönsten Picknickplatz der Holsteinischen Schweiz warben Herlich Marie Todsen-Reese und Uwe Dierking für einen neuen Naturführer. Foto: hfr

Ein neuer "Reiseführer" wirbt für naturnahe Flächen in Schleswig-Holstein.

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14. Juli 2011, 08:50 Uhr

Nehmten | Es sei der schönste Picknickplatz der Holsteinischen Schweiz, mitten im Naturschutzgebiet "Störland" am Großen Plöner See, stellten Herlich Marie Todsen-Reese, Vorstandsvorsitzende der Stiftung Naturschutz, und Uwe Dierking, Leiter der Koordinierungsstelle Schleswig-Holstein des Deutschen Verbandes für Landschaftspflege, fest, als sie kürzlich für einen neuen Naturführer warben. Sein Titel: "Wilde Weiden zwischen Nord- und Ostsee".

Das Buch stellt auf 256 Seiten 20 "Wilde Weiden" im Land vor und erläutert, warum sich nur Robustrinderrassen als vierbeinige Landschaftspfleger eignen, wie große Pflanzenfresser schon nach der Eiszeit das Landschaftsbild beeinflussten oder wo man das Fleisch dieser Rinder kaufen kann. Ergänzt werden die Texte durch viele Fotos, Gebietskarten mit Wander- und Radwegen sind für die Planung von Ausflügen in die "Wilden Weiden" gedacht.

"Wilde Weiden" sind weiträumige Naturlandschaften, in denen Rinder - oft gemeinsam mit Pferden und Schafen - dem Naturschutz dienen. In keinem anderen Bundesland gebe es so viele große Weidelandschaften wie in Schleswig-Holstein. Ursprünglich zum Schutz der Vielfalt der heimischen Pflanzen- und Tierwelt eingerichtet, hätten sie sich zu einem Tipp für Naturliebhaber, Spaziergänger und Erholungssuchende gemausert, weiß Todsen-Reese. Der Spaziergang direkt über die Wilde Weide, wie er in vielen Gebieten möglich sei, könne schon mal von einem Schuss Abenteuer gewürzt sein, denn direkte Tierbegegnungen seien nicht ausgeschlossen, ergänzte Uwe Dierking.

"Das Buch ist ein echtes Teamworkprojekt", sagte Todsen-Reese weiter, "denn ohne das Engagement der vielen Gebietsbetreuer und -kenner, die in ihrer Freizeit Texte geschrieben und Fotos gemacht haben, wäre es nicht zustande gekommen."

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