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Gemeinde Bosau : Thürk stellt eine Spitzenfeuerwehr

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

27 Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr absolvierten am Sonnabend erfolgreich die Prüfung zum „Roten Hahn“ in der fünften Stufe

Die Freiwillige Feuerwehr Thürk zählt seit Sonnabend zu den Spitzenwehren im Land Schleswig-Holstein. Mit Bravour haben die 26 Einsatzkräfte unter der Wehrführung von Arne Kröger die Leistungsbewertung „Roter Hahn“ in der Stufe fünf bestanden.

Etwa 20 der derzeit rund 1400 Feuerwehren im Land haben sich bisher der anspruchsvollen Prüfung gestellt. „Im Kreis Ostholstein ist die Ortswehr Thürk mit der fünften Stufe die neunte der 134 Ortswehren“, sagte Kreisbrandmeister Ralf Thomsen, der mit seinem designierten Nachfolger, Thorsten Plath, als Beobachter an der fünfstündigen Prüfung teilnahm. Die Abnahme kommt eher für kleine Wehren in Fragen, weil die großen Ortswehren so viele Einsätze haben, sagte Thomsen.

Und so ging mit dem Tag der Prüfung am Sonnabend für die Thürker Blauröcke eine harte Vorbereitungszeit zu Ende. Allein zwölf Abende begleitete der Berufsfeuerwehrmann Thomas Gundel, Ausbilder beim Kreisfeuerwehrverband, die Thürker Einsatzkräfte bei ihrer Vorbereitung: „Hier gab es den Feinschliff für die Einsatzkräfte.“ Dabei wurden die einzelnen Übungsabschnitte durchgespielt. Dazu gehören eine technische Hilfeleistung, eine Leiterhebel für die Personenrettung ohne Drehleiter oder eine Brandbekämpfung mit einer vermissten Person auf Hof Plambeck.

Die 27 Einsatzkräfte der Thürker Ortswehr stellten sich dabei einer vierköpfigen Bewertungskommission, die ab „Roter Hahn“ mit der Stufe fünf vom Landesfeuerwehrverband entsandt wird. Unter der Leitung von Hans-Günter Wichelmann (Plön) zählten dazu: Christian Rieken (Stormarn), Peter Bielenberg (Dithmarschen) und Lars Breckwoldt (Pinneberg). Ihr Ziel ist es, andere Wehren zu animieren, sich auch den Prüfungen zum „Roten Hahn“ der verschiedenen Stuften zu stellen. „Künftig soll der Einstieg in die Prüfungen in der ersten Stufe noch erleichtert werden“, sagte Wichelmann. Wenn erst der erste Stern an der Tür des Feuerwehrhauses hänge, solle auch schnell der nächste folgen. Immerhin haben etwa ein Drittel aller Wehren im Land noch keine Stufe im „Roten Hahn“.

Ein Desinteresse an Bewertungen kann man der Freiwilligen Feuerwehr Thürk wohl nicht unterstellen. Vor elf Jahren erreichten sie schon die damalige Grenze, das „Goldene Feuerwehrbeil“ der damaligen Bewertung. Ortswehrführer Arne Kröger und Gemeindewehrführer Andreas Riemke, der sich in die Thürker Ortswehr einreihte, übergaben der Prüfungskommission eine eindrückliche Mappe mit Zahlen, Daten und Fakten. Dann stellte die Ortswehr sich, ihre Ausrüstung, das Feuerwehrhaus und das auf Hochglanz polierte Fahrzeug vor. Es folgten Stiche und Knoten sowie eine Sicherheitsunterweisung von Anika Haß-Albrecht. Beobachter waren nicht nur die Prüfer, sondern viele Gäste aus der Gemeinde Bosau, den Ortswehren aber auch Nachbarwehren.

Seine Freude über den hohen Leistungsstand der Ortswehr Thürk brachte Bürgermeister Mario Schmidt zum Ausdruck. Er habe deutlich über 20 Dienste zur Vorbereitung gezählt und sei selbst am Ende stolz und glücklich. Lohn des Bürgermeisters war ein kleines Geschenk für die Gemeinschaftskasse. Bürgervorsteher Alfred Jeske erneuerte sein Angebot, die Feuerwehren nach finanziellen Möglichkeiten der Gemeinde weiter zu unterstützen.

„Wir haben durch die Vorbereitungen seit Anfang des Jahres alle Einsatzkräfte in Thürk auf einen Stand gebracht“, sagte Arne Kröger. Er ist seit fünf Jahren Ortswehrführer. Jeder könne sich auf jeden verlassen. Jetzt will die Wehr erst einmal Luft holen, aber eine Sonderstufe als Fernziel ist noch möglich. Frühestens in drei Jahren kann sich die Wehr dieser Sonderprüfung stellen.

„Die Ortswehr Thürk spielt landesweit in der oberen Liga“, gab Hans-Günter Wichelmann am Ende ein „hervorragendes Ergebnis“ bekannt. Thürk sei eine echte Vorzeigewehr. Der Ablauf des Tages sei von Anfang an sehr gut gewesen. Die Wehr habe sich gut vorbereitet. „Wehr- und Gruppenführung wissen, was sie tun.“ Auch das Fahrzeug sei in einem tadellosen Zustand: „Dem sieht man die elf Jahr wirklich nicht an.“ 

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erstellt am 12.Okt.2015 | 04:30 Uhr

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