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Ostholsteiner Anzeiger

22. Oktober 2017 | 12:37 Uhr

Thema Tourismus: Kracht es erneut?

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Malenter Ausschuss berät heute über GLC-Vertrag und Kurabgabe der Kliniken

von
erstellt am 19.Nov.2014 | 16:01 Uhr

Angesichts der Themen im heutigen Tourismusausschuss scheint heftiger Krach programmiert. Ab 17 Uhr steht im Haus des Kurgastes sowohl die Frage auf der Tagesordnung, wie es mit der gescheiterten Vergabe des Tourismusmarketings weitergehen soll, als auch, wie mit der Einschätzung der Kommunalaufsicht umgegangen werden soll, dass die Malenter Kliniken seit Jahren zu wenig Kurabgabe zahlen.

Grünen-Fraktionsvorsitzende Dagmar Nöh-Schüren forderte Bürgermeister Michael Koch (CDU) gestern auf, sich bei der von ihm angekündigten Wiederaufnahme der Verhandlungen mit GLC „an das von ihm selbst ausgeschriebene Leistungsverzeichnis“ zu halten. Aus ihrer Sicht ist der Verhandlungsauftrag an Koch klar. Denn die Gemeindevertretung habe den Vertrag abgelehnt, weil wesentliche Inhalte des Leistungsverzeichnisses im Vertragsentwurf nicht enthalten gewesen seien. Dazu zähle vor allem ein einheitliches Buchungssystem. Bislang mussten sich Vermieter für GLC oder die Tourismuszentrale Holsteinische Schweiz entscheiden.

Weitere Forderungen sind ein einheitliches Gästeverzeichnis, die Zusammenarbeit mit der Tourismuszentrale und ein Veranstaltungsbudget von mindestens 40 000 Euro, das GLC aufbringen müsse. Dieses sei bei der Aushandlung des jüngst abgelehnten Vertrags auf 20 000 Euro gesenkt worden.

Zündstoff birgt das Thema Kurabgabenerhebung gegenüber den Kliniken, nachdem die Kommunalaufsicht Dagmar Nöh-Schüren Recht gegeben hatte, wonach den Kliniken keine unterschiedlichen Vergünstigungen gewährt werden dürften. Bürgermeister Koch hatte die geübte Praxis zuvor in einer Pressemitteilung verteidigt und der in Plön als Richterin tätigen Nöh-Schüren „eingeschränktes Judiz“ attestiert.

Dagmar Nöh-Schüren pocht nun darauf, dass schnell gehandelt wird. Denn laut Kommunalaufsicht könnten die Kliniken nur für vier Jahre rückveranlagt werden, da sonst Verjährung drohe. Nach ihrer Rechnung ist der Gemeinde jährlich ein Schaden von 200 000 Euro entstanden.

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