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Bild von Friedel Anderson : Teures Geschenk für den Kreis

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Das Augenoptik-Unternehmen Fielmann spendet ein Gemälde von Friedel Anderson im Wert eines vierstelligen Euro-Betrages.

Es war Liebe auf den ersten Blick für Dr. Julia Hümme. Die Leiterin des Ostholstein-Museums hatte sich bereits beim Aufhängen des Gemäldes „Ostseestrand I“ für die Ausstellung „Friedel Anderson – unterwegs“ im vergangenen Jahr in das Kunstwerk verliebt. „Für mich stand zu dem Zeitpunkt schon fest, dass ich das Bild gern für das Museum erwerben würde.“

Doch dafür fehlte dem Museum das Geld. Daher kontaktierte sie den Fielmann-Kunsthistoriker Jürgen Ostwald, der im Auftrag von Firmengründer Günther Fielmann das Gemälde von Friedel Anderson für „mehrere tausend Euro“ kaufte. Fielmann unterstützt bundesweit rund 100 kleinere Museen und andere Kultureinrichtungen, wie das Ostholstein-Museum. Für dieses hat er bislang vier Exponate kaufen lassen.

Bis die Museumsleiterin das Gemälde entgegennehmen konnte, musste sie sich rund ein Jahr lang gedulden: Gestern überreichte Antje Stein, Leiterin der Eutiner Fielmann-Filiale, im Kreishaus das Gemälde an Hümme. Die wiederum verlieh es sogleich an Landrat Reinhard Sager. „Er hängt das Gemälde bei sich im Büro auf, denn dort erfüllt es hervorragend repräsentative Zwecke“, erklärte Hümme. „Anderson ließ sich für das Bild bei einem Besuch auf Fehmarn von der Küstenlandschaft inspirieren, deshalb ist es ein schönes Aushängeschild für Ostholstein.“ Das sah Sager genauso: „Ich bin sehr, sehr glücklich über das Bild in meinem Büro.“

Wie lange es dort hängen bleibt, stehe aber noch nicht fest. „Das Gemälde kommt irgendwann in das Ostholstein-Museum oder in ein
anderes öffentliches Kreisgebäude“, berichtete Sager. Aber warum hängt das Bild nicht schon jetzt im Museum, schließlich wurde es dafür gekauft? Eine Antwort darauf lieferte Carsten Behnk, Geschäftsführer der Kulturstiftung des Kreises Ostholstein. „In der Dauerausstellung des Museums ist derzeit kein Platz.“ Daher wäre das Kunstwerk zunächst im Archiv gelandet.

Um dies zu vermeiden, schlug Hümme dem Landrat vor, das Bild in sein Dienstzimmer zu hängen. „Ich habe regelmäßig wechselnde Kunstwerke in meinem Büro und auf dem Flur hängen, insofern ist das jetzt nichts Ungewöhnliches.“ So solle die Kunst gerade auch außerhalb von Museen erlebbar gemacht werden, betonte Sager. „Von den Besuchern bekomme ich sehr viel positive Rückmeldungen darauf“, sagte Sager erfreut.

 

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erstellt am 10.Okt.2013 | 04:15 Uhr

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