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Plön : Testphase für „Soldaten-Familien-Kur“

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Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Bei einem Besuch im DRK-Zentrum für Gesundheit und Familie in Plön hat Verteidigungsministerin Dr. Ursula von der Leyen am Mittwoch ein Pilotprojekt vorgeschlagen. Es geht um eine Testphase für „Soldaten-Familien-Kuren“.

Bei einem Besuch im DRK-Zentrum für Gesundheit und Familie in Plön hat Verteidigungsministerin Dr. Ursula von der Leyen am Mittwoch ein Pilotprojekt vorgeschlagen. Es geht dabei um eine Testphase für „Soldaten-Familien-Kuren“.

Der Bundesministerin wurde das neu entwickelte Konzept „Familienkur für Soldatinnen und Soldaten mit Paar- und Familienkonflikten durch Trennungssituationen“ vorgestellt. „Sinnvoll wäre ein Pilotprojekt ,Soldaten-Familien-Kuren’ in Plön“, sagte die Ministerin von dem Konzept beeindruckt. Sie bat darum, die Umsetzung direkt mit ihrem Büro abzustimmen und machte die Angelegenheit damit zur Chefsache, heißt es in einer Pressenotiz des DRK-Landesverbandes.

Familienkuren für Soldatinnen und Soldaten seien deshalb so wichtig, weil sowohl die Paarbeziehung als auch das Verhältnis zu den Kindern betroffen seien. Paare könnten sich entfremden, Kinder auf die Abwesenheit eines Elternteils mit Aggressionen oder Ängsten reagieren. Letzteres besonders, wenn die Kinder schon älter sind und von der Gefahr bei Auslandseinsätzen wissen.

Wie die Idee der Soldaten-Familien-Kuren entstand, erläuterte DRK-Kurarzt Dr. Hans Hartmann: „In den Selbstberichten der Kur-Teilnehmenden der Schwerpunktkuren für Soldaten und im Verlauf der therapeutischen Arbeit in diesen Maßnahmen wurden zunehmend Partner- und Familienkonflikte benannt“. Zitate von Betroffenen lauteten: „Jetzt sollte mein Partner hier sitzen!“ oder „wie kann ich ihm diese Einsicht vermitteln?“ oder „Könnte nicht die ganze Familie hier zum Gespräch sein?“

„Soldatenfamilien sind durch die Trennung bei Auslandseinsätzen besonderen Belastungen ausgesetzt. Darauf mussten wir eine Antwort
finden“, sagte DRK-Landesverbandsvorstand Torsten Geerdts. Die Beratung in den Familienberatungszentren der Bundeswehr sei eine wichtige Unterstützung, könne aber häufig die therapeutischen Schritte nicht ersetzen.

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erstellt am 17.Apr.2015 | 19:30 Uhr

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