zur Navigation springen
Ostholsteiner Anzeiger

17. Dezember 2017 | 21:19 Uhr

Eutin : Tennisclub will Waldplatz sichern

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

ETC verhandelt mit den Landesforsten über den Erwerb des Clubgeländes im Seeschaarwald. Finanzierung durch Spenden geplant.

von
erstellt am 04.Jan.2014 | 00:33 Uhr

Dem Eutiner Tennisclub Grün-Weiß (ETC) stehen bis zum Frühlingsbeginn aufregende Wochen bevor: Am 21. März sollen die Mitglieder in einer außerordentlichen Versammlung über den Kauf des Clubgeländes am Seeschaarwald entscheiden. Für die Finanzierung dieses Vorhabens hofft der Vorsitzende Jürgen Unger bereits jetzt auf zahlreiche Spenden aus den eigenen Reihen.

„Aus Sicht des Vorstandes gibt es keine Alternative zu dem Vorschlag, das 5000 Quadratmeter große Gelände von den Landesforsten zu erwerben und dies vor allem mit freiwilligen Zahlungen der Mitglieder zu bewerkstelligen. Wir wollen keine Umlage erheben, weil die Erfahrungen gezeigt haben, dass Austritte und Verdruss die Folge sein würden“, sagte Unger gestern dem OHA.

Erstmals nahm er öffentlich Stellung zum seit Monaten schwelenden Problem, die Zukunft der Vereinsanlage am Großen Eutiner See zu sichern. Große Sorgen bereitete den Verantwortlichen dabei, wie bereits im September ausführlich berichtet, bisher die alte Rechtsauffassung der Landesforsten: Demnach würde mit dem Auslaufen des bisherigen Mietvertrags 2017 das 1992 für rund 200 000 Euro errichtete Vereinsheim ohne weiteres Federlesen in den Besitz des Landes übergehen.

Da zudem die Landesforsten neue Mietverträge nur noch über 20 Jahre schließen wollen, würde der Verein für bereits geplante Sanierungsmaßnahmen keine öffentlichen Zuschüsse mehr einwerben können – denn die sind meistens mit einer Bindungsfrist von 25 Jahren verbunden. „Damit wären zukünftig keine notwendigen Investitionen mehr finanzierbar. Mittelfristig wäre das das Ende des ETC, inklusive unserer Tennishalle. Denn wenn unsere idyllische Anlage im Seeschaarwald nicht mehr attraktiv ist, würden wir Mitglieder verlieren und damit auch die Basis für die Bewirtschaftung unserer Halle“, erläuterte Unger.

Über die komplette Sachlage hat der Vereinschef jüngst die rund 400 ETC-Mitglieder mit einem Rundschreiben ausführlich ins Bild gesetzt. Darin offenbarte Unger auch „große Erleichterung“ über das Einlenken der Landesforsten: „In einer Sitzung des Verwaltungsrates der Landesforsten am 27. November hat man akzeptiert, dass dem ETC weiterhin rechtmäßig das Clubhaus gehört. Nebenbei gesagt: Wie hätte anderenfalls unseren Mitgliedern plausibel gemacht werden können, dass sie das Clubhaus bei einem Kauf ein weiteres Mal bezahlen?“

Offen ist jetzt, zu welchen Konditionen der Verein das Gelände erwerben kann. Darüber soll Ende Januar auf höchster Ebene mit den Landesforsten verhandelt werden. „Nach unserem Kenntnisstand liegt der Richtwert für Waldboden zwischen drei bis fünf Euro je Quadratmeter“, nennt Unger eine mögliche Größenordnung; zusätzlich wären Vermessungskosten zu tragen.

Damit der Vorstand mit einer realistischen Finanzierungsoption in die Verhandlungen gehen kann, setzt Unger auf die Spendenbereitschaft der Mitglieder. Es bestehe nun die „historische Chance“, den Bestand der Anlage für die nächsten Generationen zu sichern.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen