Eutiner Landesgartenschau : Tendenz Richtung „Ja zu Mehrkosten“

Die Stadtbucht wird für die geplante Neugestaltung in diesem Jahr zu einer großen und auch teuren Baustelle.
Die Stadtbucht wird für die geplante Neugestaltung in diesem Jahr zu einer großen und auch teuren Baustelle.

SPD und Grüne in Eutiner Stadtvertretung werden wohl in sauren Apfel beißen und den Mehrkosten zustimmen. Donnerstag ist eine Dringlichkeitssitzung des Bauausschusses.

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14. Januar 2015, 04:00 Uhr

Wegen unverhoffter Mehrkosten war vergangene Woche das Verfahren der Stadtentwicklung ins Stocken geraten. In einer Dringlichkeitssitzung soll der Eutiner Bauausschusses Donnerstag (15. Januar, 18 Uhr, Rathaus) entscheiden, wie es weitergeht. Die Fraktionsvorsitzenden und die Spitzen der Verwaltung tagten Montagabend.

Die entscheidende Frage heißt: Bleibt eine Mehrheit der Stadtvertreter dabei, dass sie eine errechnete Kostensteigerungen für Arbeiten in der Stadtbucht von 615  000 Euro netto nicht hinnehmen will, sondern Änderungen der Pläne oder Einsparungen an anderer Stelle fordert?

Der Sitzung der Faktionsvorsitzenden schloss die SPD am Montagabend eine Fraktionssitzung an, bei der Bauamtsleiter Bernd Rubelt weitere Erläuterungen gab. Die Sitzung endete, wie der Fraktionsvorsitzende Hans-Georg Westphal dem OHA sagte, nicht mit einem Beschluss, „dazu war es einfach zu spät“. Aber für ihn sei eine Tendenz zu erkennen: „Ich habe den Eindruck, dass wir der Vorstellung der Verwaltung doch folgen könnten“ – also die Kröte der höheren Kosten schlucken werden.

Ähnlich sieht die Meinungsbildung bei den Grünen aus. Monika Obieray ließ im Gespräch mit dem OHA erkennen, wie sehr die Grünen um eine Entscheidung ringen.

Eine Kostensteigerung von mehr als zehn Prozent sei keine Kleinigkeit, und sie werde – auch wenn nur ein Teil davon aus dem Stadtsäckel zu erbringen sei – durch Geld von Steuerzahlern zu begleichen sein. Außerdem gehe es nicht, dass die Stadtvertreter keine Chance mehr hätten, auf das Verfahren Einfluss zu nehmen. Und auch dem Wunsch, die Menschen bei der Entwicklung der Landesgartenschau „mitzunehmen“, werde so nicht entsprochen.

Speziell die Planer vom Büro A  24 müssten sich bei ihrer Erfahrung die Frage gefallen lassen, wie es zu einer solchen Entwicklung kommen könne. „Sie planen eine Landesgartenschau am Wasser, da müsste schon klar sein, dass ein Holzdeck auch Eisdruck widerstehen können müsste.“ Trotz alledem sehe sie aber keine realistische Chance, die Zustimmung zu der Vorlage der Verwaltung zu verweigern.

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