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Ostholsteiner Anzeiger

22. August 2017 | 15:28 Uhr

Telekom rüstet in Eutin ihr Netz auf

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

10 000 Haushalten soll bis Ende 2016 schnelleres Internet angeboten werden

Nachdem die Stadtwerke Eutin (SWE) mit dem Bau eines Glasfaser-Netzes zur Versorgung der Stadt mit schnellem Internet begonnen und bereits das Gewerbegebiet erschlossen haben, gibt es weitere Bewegung auf dem Markt: Die Telekom hat gestern angekündigt, dass sie ihr Netz in Eutin ausbaut. Rund 10  000 Haushalte im Vorwahlbereich 04521 könnten bis Ende 2016 einen
Anschluss bekommen, der Datengeschwindigkeiten von bis zu 100 Megabit pro Sekunde (MBit/s) ermögliche.

Die Telekom will, wie es weiter heißt, Glasfaser verlegen zu rund 50 Multifunktionsgehäusen, die aufgerüstet oder neu aufgestellt werden. So würden rund 10  000 Haushalte „vectoringfähig“. Vectoring sei ein Datenturbo auf dem VDSL-Netz (Very Highspeed Digital Subscriber Line). Bei einem bisherigen VDSL-Anschluss verdoppele sich das maximale Tempo beim Herunterladen, beim Senden würden bis zu 40 MBit/s, also das vierfache Tempo, möglich.

„Das neue Netz wird so leistungsstark sein, dass Telefonieren, Surfen im Internet und Fernsehen gleichzeitig möglich sind“, sagt Kirsten Wesche, Accountmanagerin der Telekom. Kunden, die das schnellere Internet haben wollen, müssten aktiv werden, indem sie ihren Vertrag erweitern oder einen neuen Vertrag abschließen. Wer bereits einen DSL-Anschluss von der Telekom nutze, könne jederzeit ins neue Netz wechseln.

Für den Chef der SWE, Marc Mißling, kommt diese Offensive der Telekom nicht überraschend. Das Vectoring der Netze, also das Verlegen von Glasfasern zu den Verteilerkästen, mache die Telekom in vielen Städten, sagte er dem OHA. Die Breitband-Pläne der Stadtwerke änderten sich dadurch nicht: „Beim Vectoring werden weiter die Kupferleitungen zwischen Verteilerkästen und Haushalten genutzt, wir verlegen Glasfaserkabel zu unseren Kunden“. Deshalb könnten die SWE mindestens 100 MBit/s und bei Bedarf viel mehr anbieten, während die Telekom von bis zu 100 MBit/s spreche.

Die SWE habe mit seinem Netz das Gewerbegebiet als ersten Abschnitt erschlossen. Als zweites folge der Bereich Industriestraße. Dann gehe es in Fissau weiter, kündigte Mißling an.

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erstellt am 04.Sep.2015 | 11:53 Uhr

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