„Teils ungehört“: Webertage locken mit vielfältigem Programm

Die Akteure um Martin Karl-Wagner (Mitte) freuen sich auf zahlreiche Gäste.
Die Akteure um Martin Karl-Wagner (Mitte) freuen sich auf zahlreiche Gäste.

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23. Mai 2018, 00:32 Uhr

Nicht steif, sondern modern und dennoch traditionsbewusst – so sollen die nunmehr 23. Webertage daherkommen. In langer Tradition koordiniert Musiker Martin Karl-Wagner die Webertage – in diesem Jahr mit 13 Veranstaltungen – die eines zum Ziel haben: Die Verbundenheit des Musikers und Namensgebers Carl Maria von Weber mit Eutin zu betonen sowie dessen Vielseitigkeit zu zeigen.

„Wir wollen nicht einfach nur museale Stücke nachspielen, sondern üben uns auch im Neuen“, sagt Karl-Wagner. Insbesondere im Rahmen der Jugendarbeit werde das deutlich und mache großen Spaß, Weberkompositionen ins Jetzt zu übersetzen, so der Musiker. Schirmherr Matthias Viertel, promovierter Musikwissenschaftler und Theologe, dem Weber vielfach als Lebensthema begegnet ist, lobte: „Das Besondere an den Webertagen ist doch, dass sie nicht versuchen, den unzähligen Events noch eines hinzuzufügen, sondern die Besonderheit und Verbundenheit des Musikers mit dieser Stadt zu zeigen.“ Viertel freue sich in diesem Jahr insbesondere auf die beiden Veranstaltungen, bei denen die Gitarrenmusik in Verbindung mit Weber zu hören sein wird (22. Juli). „Er hat unheimlich viel für Gitarre geschrieben, doch das meiste wird kaum aufgeführt oder ist in Konzerthäusern nicht zu hören“, sagte Viertel, der über Weber promovierte.

Zur Eröffnung warten die Weber-Tage am 3. Juni mit drei Beispielen für eine „Oper mit Schuss“ auf. Unter der Leitung von Gesangspädagogin Eva Monar singen Musikschüler kurz vor Studienbeginn Arien und Ouvertüren. Die Webertage spielen im Jagdschloss, auf der Freilichtbühne der Festspiele, der Landesbibliothek sowie in der Orangerie und im Schloss. Neben Musik gibt es auch Vorträge zum Thema, die dann musikalisch umrahmt werden (siehe Kasten). „Oper für alle gratis“ lautet das Motto am 9. August beim Konzert auf dem Eutiner Marktplatz. Groovig und einmal ganz anders verspricht das Abschlusskonzert der Kreismusikschule am 24. November zu werden „Wir bringen auch bis dato ungehörte Musik“, verriet Leiterin Petra Marcolin.

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