zur Navigation springen
Ostholsteiner Anzeiger

17. August 2017 | 10:41 Uhr

Eutin : Taxi-Stand: Lösung für LGS möglich

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Die Stadt hält aber grundsätzlich an lediglich drei Plätzen am neu geplanten Taxi-Stand vor dem Bahnhof fest.

Eutin | Jetzt ist es in „Asphalt gegossen“: Bis zu guter Letzt hatten Taxi-Unternehmer aus Eutin und Malente gehofft, noch etwas am neu geplanten Taxi-Stand vor dem Bahnhof ändern zu können. Doch seit gestern laufen die Asphaltierungsarbeiten in der Bahnhofstraße, und auch die Tragschicht am Taxi-Stand ist schon fertig.

Grund für den Groll bei den Unternehmern ist die Verringerung von sieben auf drei Stellplätze in 40 bis 50 Meter Entfernung zum Haupteingang des Bahnhofs. „Wir sehen gar nicht mehr, wenn jemand Hilfe braucht“, ist das Hauptargument der Taxifahrer. Außerdem könnten sie nicht mehr einschreiten, wenn Vandalismus stattfinde.

Bürgermeister Klaus-Dieter Schulz hielt dagegen: „Wann immer ich vor Ort bin, sind nie mehr als drei Taxen auf einmal da. Und es kann nicht sein, dass die Bekämpfung von Vandalismus Aufgabe der Taxifahrer ist.“ Im Gegenteil: Durch die Aufwertung des Platzes mit „höherem Aufenthaltscharakter“, wie es der Planer betone, werde es diese Formen des Vandalismus künftig hoffentlich nicht mehr geben.

Bauamtsleiter Bernd Rubelt zeigte sich – ebenso wie seine Kollegin Karen Dyck – gesprächsbereit: „Wir können für die Monate der Landesgartenschau mit Sicherheit temporär erweiterte Lösungen finden. Aber wir planen die Gestaltung der Innenstadt nicht nur für die LGS, sondern längerfristig, und da sehen wir den Bedarf von mehr als den bisher geplanten Stellplätzen nicht.“ Sollte dies anders sein, ließe sich darüber sprechen. Rubelt: „Auf der Seite zur Elisabethstraße sind zwei Taxi-Plätze nahezu ungenutzt. Wir können, wenn gewünscht, auch am nördlichen Bahnhofsparkplatz noch Plätze einrichten, wenn die gebraucht werden.“ Eine Erhebung im Vorfeld habe aber keine größere Notwendigkeit ergeben. Und: „Die Unternehmer hatten eineinhalb Jahre Planungszeit, um sich einzubringen. Da kam keiner.“ Auch einen Anspruch aus dem Personenbeförderungsgesetz, wonach die Taxi-Betreiber in die Planungen hätten einbezogen werden müssen, lässt Rubelt nicht gelten: „Das trifft nur zu, wenn Taxi-Unternehmen Linienfahrten übernehmen.“ Zum Vorwurf der Taxi-Unternehmer, der Stand sei nicht barrierefrei und entspreche nicht den gesetzlichen Bestimmungen, sagte Rubelt: „Die Entwurfsplanungen sind alle hinsichtlich geltender Bestimmungen geprüft worden, deshalb gehe ich davon aus, dass sie den Vorschriften entsprechen.“

 

zur Startseite

von
erstellt am 21.Okt.2015 | 13:40 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen