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Tauziehen um Shoppen am Sonntag ist eröffnet

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Jamaika-Koalitionäre brechen neue Debatte um Verkaufszeiten im Einzelhandel vom Zaun

von
erstellt am 02.Jul.2017 | 15:13 Uhr

Nachdem das Jamaika-Bündnis im Koalitionsvertrag eine Lockerung der Sonntagsöffnungszeiten auf die Agenda gesetzt hat, drückt der Einzelhandelsverband Nord aufs Tempo. „Vor allem über die verkaufsoffenen Sonntage aus besonderem Anlass gibt es dringenden Gesprächsbedarf“, sagt Geschäftsführer Dierk Böckenholt. Von der Gewerkschaft Verdi erstrittene Gerichtsurteile „machen es fast unmöglich, selbst die gesetzlich vorgesehenen vier Sonntage pro Jahr zu öffnen“, kritisiert Böckenholt.

Rückendeckung erhält er von der IHK Schleswig-Holstein: „Der stationäre Handel braucht weiterhin die Chance, an bis zu vier verkaufsoffenen Sonntagen im Jahr ein Aushängeschild unseres Wirtschaftsstandortes zu sein“, sagt Einzelhandels-Koordinatorin Julia Körner. Im Koalitionsvertrag haben CDU, Grüne und FDP verabredet, „mit Kirchen, Gewerkschaften, Verbänden und Kammern die Frage der weiteren Flexibilisierung der Sonntagsöffnungszeiten zu erörtern“. Durchgesetzt haben das die Liberalen. „Online geht der Einkauf an Sonntagen unvermindert weiter, dort ist es sogar der umsatzstärkste Tag von allen“, sagt Abgeordneter Oliver Kumbartzky. Als einen der zu besprechenden Punkte nennt er auch die Bäderregelung, die bis Ende 2018 läuft.

Vor allem Handels- und Gewerbevereine an der Lübecker Bucht, angeführt von der „Aktivgruppe Timmendorfer Strand“, möchten diese Gelegenheit nutzen: „Rund zehn Sonntage mehr“ in den Wintermonaten will Vorsitzender Heinz Meyer herausholen. Kommentar Seite 13

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