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Tauziehen um Mitgliedschaft in der Tourismus-Zentrale

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Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Die Fronten sind verhärtet, der Ausgang des Streits ungewiss. Im Juni 2014 beschloss die Malenter Gemeindevertretung den Austritt aus der Tourismuszentrale Holsteinische Schweiz (TZHS) zum Jahresbeginn 2016. Der Beschluss sollte nur zurückgenommen werden, wenn es bessere Bedingungen für Malente gäbe.

Im Malenter Tourismusausschuss fiel nun ein Antrag der Grünen durch, wieder in den touristischen Zweckverband einzutreten, in dem neben Plön und Eutin auch Bosau, Bösdorf, Schönwalde, Dersau und Grebin vertreten sind. Allerdings war die Mehrheit von CDU und FDP mit fünf zu vier Stimmen nicht nur ziemlich knapp. In der Gemeindevertretung sehen die Mehrheitsverhältnisse zudem genau umgekehrt aus. Dort haben CDU und FDP nur 14 von 30 Stimmen.

Die TZHS mache die Region seit 2010 erfolgreich bekannt, davon profitierte Malente, argumentierte Ausschussvorsitzender Andreas Endler (Grüne). Außerdem schneide sich Malente mit einem Austritt von Fördermöglichkeiten durch das Land ab und werde auch bei der Landesgartenschau in Eutin nicht als Teil der Holsteinischen Schweiz wahrgenommen. Endlers Fazit: Eine professionelle, regionale Vermarktung parallel zur TZHS mit weniger Geld, als Malente bisher an die TZHS zahle, könnten weder die Gemeinde noch ein beauftragter Dienstleister gewährleisten.

Das zog Gemeindevertreter Uwe Potz (CDU) in Zweifel. Malente habe nicht die erforderlichen Voraussetzungen für eine Zusammenarbeit zwischen TZHS und örtlicher Tourist-Info, da diese anders als in Plön und Eutin von einem externen Dienstleister betrieben werde. „Da wir keine andere Form der Zusammenarbeit hinkriegen, halte ich die Ausgaben von brutto 90  000 Euro für zu hoch“, erklärte Potz.

Dem hielt SPD-Ausschussmitglied Werner Dörffler entgegen, dass die TZHS eine bessere Zusammenarbeit zugesagt habe: „Damit haben wir unheimlich viel gewonnen.“ Zuvor hatte Caroline Backmann, operative Leiterin der TZHS, erklärt, dass diese über personelle Veränderungen nachdenke. Es solle jemand zusätzlich eingestellt werden, der sich ausschließlich um die Aufgaben der TZHS kümmere. Caroline Backmann aus Plön ist wie ihr Eutiner Kollege Per Köster auch noch für die jeweilige örtliche Tourist-Info zuständig. Doch die angekündigten Änderungen reichen der FDP nicht: „Das Modell TZHS braucht mehr als eine Kurskorrektur“, sagte Ausschussvertreter Dietrich Busch.

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erstellt am 24.Sep.2015 | 15:45 Uhr

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