Tagung „50 Jahre Seeadlerschutz“ in Plön

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27. August 2018, 13:10 Uhr

In den 1960er Jahren drohte der Seeadlerbestand in Schleswig-Holstein zu erlöschen. Daraufhin wurde 1968 das WWF-Projekt zum Schutze der Seeadler ins Leben gerufen. Der Seeadlerschutz blickt heute auf sein 50-jähriges Bestehen zurück. An die Entstehung und den Verlauf dieses landesweit bedeutenden Artenschutzprojektes wird die Projektgruppe Seeadlerschutz mit Sitz in Eutin-Neudorf am Sonnabend, 1. September, mit einer Vortragsveranstaltung im Kulturforum Schwimmhalle Plön erinnern.

Umwelt-Staatssekretärin Anke Erdmann und Bürgermeister Lars Winter werden zur Eröffnung der Veranstaltung einige Grußworte sprechen. Fachvorträgen sollen Einblicke in die Geschichte des Seeadlerschutzes, einen Überblick über die Monitorings und einen Seitenblick auf den Seeadlerschutz in Österreich geben. Die Durchführung dieser Veranstaltung wird von der Umweltstiftung WWF-Deutschland gefördert.

Der Seeadler-Bestand in Schleswig-Holstein ist auch ein wichtiges Element bei
der Sicherung des mitteleuropäischen Brutbestandes. Junge Seeadler aus Schleswig-Holstein haben in den vergangenen 20 Jahren die neuen entstandenen Brutbestände im benachbarten Dänemark (mit 90 Brutpaaren) und in den Niederlanden (mit sieben) aufgebaut. Generell könne die Dichte an Brutpaaren (siehe Infokasten) sich mit den hohen Brutpaardichten in Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg messen, so die Projektgruppe.

Die öffentliche Beobachtungsstation der Projektgruppe Seeadlerschutz in Rathjensdorf bei Plön ist von März bis Juli mit ehrenamtlichen Helfern durchgehend besetzt. Von einem Hügel aus haben die Besucher einen direkten Blick in ein Seeadlerhorst. Die Station ist einer der attraktivsten Plätze zur Adlerbeobachtung überhaupt und wird jährlich von bis zu 4000 Besuchern genutzt.

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