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Ostholsteiner Anzeiger

18. November 2017 | 05:50 Uhr

Tafel-Geburtstag: Ein Fest für alle

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Vorstand zufrieden: Zur Feier des 20. Jahrestags der Eutiner Tafel mitten auf dem Marktplatz kamen zahlreiche Gäste

shz.de von
erstellt am 31.Mai.2016 | 00:26 Uhr

Alle an einem Tisch, das war der Wunsch der Tafelmitglieder, die gestern zum 20. Geburtstag der Eutiner Tafel zu Speis und Trank auf den Marktplatz einluden. „Es freut mich, dass diesmal auch viele Kunden unserer Einladung gefolgt sind und wirklich Platz nehmen“, sagte Vorsitzende Monika Gertenbach. Noch vor zehn Jahren sei die Scham bei vielen sehr groß gewesen. „Doch jetzt kommen wie selbstverständlich Vertreter aus Politik, Kultur, Ehrenamtliche und auch unsere Kunden an einem Tisch zusammen. Das ist schön zu sehen.“

Unter den Gästen war auch der zur Tafel-Gründung amtierende Eutiner Bürgermeister Gernot Grimm, der Karin Hagemann – eine Tafelfrau der ersten Stunde – herzlich umarmte. „Keiner ahnte damals, welche Institution die Tafel in Eutin werden würde“, sagte Grimm. Aus heutiger Sicht sei es mehr als gut, dass die Gründungsmitglieder wie Hagemann damals den Schritt gewagt hätten. „Die anfängliche Skepsis, dass wir an die Stadtkasse wollen, war schnell verflogen, als die Politiker merkten, wie wir arbeiten und uns engagieren“, berichtete Karin Hagemann. „Es ging uns von Anfang an darum, Lebensmittel vor dem Wegwerfen zu bewahren und Menschen, die es nötig haben, zu helfen“, sagte die heute 76-Jährige. Aus anfänglich zehn Ehrenamtlern sind 70 Helferinnen und Helfer geworden, die am Sonnabend gemeinsam den Geburtstag feiern. Viele von ihnen kamen auch zum Markt, neue Interessierte ließen sich auf die Warteliste der Helfer setzen. „Das Standing, das wir in der Öffentlichkeit mittlerweile haben, ist toll“, sagte Gertenbach.

Auch der designierte Bürgermeister Carsten Behnk und Bürgermeister Klaus-Dieter Schulz nahmen Platz. „Die Tafel trägt dazu bei, die Löcher im sozialen Gefüge auszugleichen. Aus Eutin ist sie nicht mehr wegzudenken“, sagte Schulz. Und: „Den engagierten Ehrenamtlern in der ganzen Stadt kann man gar nicht genug danken.“

Behnk freute sich einerseits über das langjährige Bestehen. Aber: „Es ist auch erschreckend, wie viele Menschen die Unterstützung der Tafel benötigen.“

Dass mit Erdbeeren, Kuchen und Crepes gefeiert werden konnte, verdankt die Eutiner Tafel dem Ingenhof, dem Stadt-Café und Markt 17. Die Tafel selbst spendierte die Gemüsesuppe, die mit Unterstützung des DRK vor Ort zubereitet wurde.

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