Szenen aus der Benzer Geschichte

In barocker Kostümierung wollen Helmut Grieser und seine Frau Eva-Brigitte einen Teil der Benzer Geschichte lebendig machen.
In barocker Kostümierung wollen Helmut Grieser und seine Frau Eva-Brigitte einen Teil der Benzer Geschichte lebendig machen.

Zum 800. Dorfjubiläum mimt Historiker Helmut Grieser den Grafen von Benz

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18. Februar 2015, 16:48 Uhr

Die Malenter Dorfschaft blickt in diesem Jahr auf eine 800-jährige Geschichte zurück. Aus diesem Anlass findet am Sonntag, 8. März, ab 17 Uhr im Benzer Gasthof „Benzer Hof“ (Flehmer Straße 1) die Eröffnungsveranstaltung zum Jubiläumsjahr statt. Titel: „Der Graf von Benz – Spielszenen aus der Benzer Geschichte“.

Die eigens für dieses Ereignis gegründete Benzer Spieltruppe „Banzeuiz“ habe sich vorgenommen, die Zuschauer nicht nur gut zu unterhalten, sondern auch Geschichte anschaulich werden zu lassen, berichtet Dorfvorsteher Fritz Kamkalow. Die Benzer Laienschauspieler seien nun schon seit einigen Wochen dabei, die Dialoge einzuüben, die historischen Kostüme passend zu machen, die Bühnenbilder zu erstellen und auch noch ein wenig an den Texten zu feilen.

Die Veranstalter hatten zunächst lediglich einen Vortrag über die Benzer Geschichte für den Start ins Jubiläumsjahr geplant. Bald wurde aber die Idee geboren, in Form von Spielszenen die Geschichte lebendig werden zu lassen. Man brauchte nicht lange suchen, um die richtige Persönlichkeit für dieses Projekt zu finden. Der in Benz lebende Historiker Prof. Helmut Grieser ist nicht nur der Fachmann für die Benzer Geschichte, seit vielen Jahren nimmt er auch bei seinen Vorträgen, dem Thema entsprechend kostümiert, die Zuhörer auf eine Reise durch die Geschichte mit.
So mussten die Organisatoren der 800 Jahr Feierlichkeiten Grieser auch nicht lange bitten, ein Stück über die Benzer Geschichte zu schreiben.

Entstanden ist ein Theaterstück, in dessen Mittelpunkt die Lebensverhältnisse des Adels und der Landbevölkerung in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts stehen. Den Rahmen für die Handlung bildet dabei die historisch belegte Brautwerbung des Fürstbischofs Friedrich August, der inkognito als „Graf von Benz“ um seine spätere Gattin, die Landgräfin Ulrike Friederike Wilhelmine von Hessen-Kassel geworben hat.

Das Stück in sechs Aufzügen vermittelt dabei nicht nur viel Informationen über die damaligen Lebensumstände auf den Gütern, sondern berichtet sehr hautnah über die großen und kleinen Probleme – nicht nur – der damaligen Zeit.

> Der Eintritt zur Veranstaltung ist frei. Auf Grund der begrenzten Anzahl der Plätze wird um eine Kartenreservierung unter Telefon 04523/ 1012 bei Fritz Kamkalow gebeten.

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