Ostholstein : Synode blickt auf Kitas und Friedhöfe

Wollen Zukunftsthemen angehen: (v.  li.) Peter Barz, Dr. Matthias Hoffmann, Dr. Peter Wendt und Dirk Süssenbach.
Wollen Zukunftsthemen angehen: (v. li.) Peter Barz, Dr. Matthias Hoffmann, Dr. Peter Wendt und Dirk Süssenbach.

Der Kirchenkreis Ostholstein will jetzt Weichen für die Zukunft stellen. Besonders der Fachkräftemangel bei Erziehern bereitet sorgen.

shz.de von
06. Dezember 2018, 14:50 Uhr

Wenn die 66 Synodalen des Kirchenkreises Ostholstein am Freitag im Klosterkrug in Cismar zu ihrer dritten Sitzung zusammenkommen, haben sie ein umfangreiches Programm abzuarbeiten. Im Mittelpunkt stehen ein Bericht zum Kita-Werk, die Einrichtung eines Sachgebiets „Friedhof“ und die Beratungen zum Haushalt 2019. Von „gewichtigen Aufgaben“, sprach Synoden-Präses Dr. Peter Wendt in einem Pressegespräch im Vorfeld der Synode, an dem auch Propst Peter Barz, Synoden-Präses Dr. Peter Wendt und der neue Verwaltungsleiter des Kirchenkreises, Dr. Matthias Hoffmann, teilnahmen. Es gelte zukunftsfeste Strukturen zu schaffen, erklärte Wendt.

Sorgen bereitet dem Kirchenkreis die personelle Ausstattung der Kitas. „Rund ein Fünftel der Mitarbeiterinnen sind über 60 Jahre alt und werden in wenigen Jahren in den Ruhestand gehen“, sagte Süssenbach. Es werde schwer, diese zeitnah zu ersetzen. Bei der Bewältigung des Fachkräftemangels sieht der Propst die Politik in der Pflicht. Es gelte, den Beruf attraktiver zu machen.

Zugleich wolle die Synode die Frage beantworten, in welchem Umfang das Kita-Werk Sanierung und Neubau von Kitas bewerkstelligen könne. Unter das Dach des 2015 gegründeten Kita-Werks seien mittlerweile 21 kirchliche Kitas mit 220 Mitarbeitern geschlüpft, die 1100 Kinder betreuen – darunter 38 Kinder mit einer Behinderung und 27 Kinder aus Flüchtlingsfamilien. Kita-Werksleiterin Beate Brand werde auf der Synode ihren ersten Bericht halten.

Entscheiden werden die Synodalen auch über den geplanten Neubau einer Kita in Ahrensbök. Dort will das Kita-Werk für gut zwei Millionen Euro eine Kita für vier Gruppen bauen.

Weiteres Thema der Synode ist die Einrichtung eines Sachgebiets Friedhof mit drei Mitarbeitern. Zu dessen Aufgabe werde gehören, eine rechtssichere Kalkulation der Friedhofsgebühren nach einheitlichen Maßstäben zu gewährleisten und die Friedhofsverwaltung insgesamt zu vereinheitlichen. Die Anlaufstelle soll im Verwaltungszentrum Neustadt angesiedelt werden und das Know-how zum Friedhofswesen bündeln, damit die Gemeinden gleichermaßen davon profitieren können.

Was den Haushalt 2019 angeht, so wird die Kirchensteuerzuweisung mit 15,5 Millionen Euro um eine halbe Million Euro höher als im vergangenen Jahr ausfallen. Damit kann der Anteil für die Kirchengemeinden von 5,5 auf 5,7 Millionen Euro angehoben werden.

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