Synode berät über Thesen

Am 26. Mai geht es um die kirchliche Praxis

shz.de von
15. Mai 2018, 16:24 Uhr

Die Synodalen des Kirchenkreises Ostholstein kommen am Sonnabend, 26. Mai, zu ihrer zweiten Sitzung im Gutshof in Blekendorf zusammen. Es ist die erste Synode nach der konstituierenden Sitzung, die Ende Februar in Eutin stattfand.

Auf dem Programm stehen für die 66 Synodalen diesmal vor allem Nachwahlen und innerkirchliche Themen. So werden im Lehr- und Versuchszentrum Futterkamp unter anderem zehn Synodale verpflichtet, die bei der vergangenen Sitzung aus gesundheitlichen Gründen absagen mussten, sowie voraussichtlich jene stellvertretenden Kirchenkreisratsmitglieder gewählt, die in Eutin ebenfalls in Abwesenheit vorgeschlagen wurden.

Darüber hinaus wird es um die Zukunft der Suchthilfeeinrichtung „Life Challenge Fehmarn e.V.“ und deren beabsichtigten Neubau gehen. Geplant ist, dass sich der Kirchenkreis Ostholstein mit einem Darlehen in Höhe von 75 000 Euro am geplanten Neubau der Klinik für suchtkranke Männer (Gesamtvolumen laut Life Challenge: 4,2 Millionen Euro) beteiligen wird. Eine entsprechende Entscheidung hatte die Kirchenkreissynode bereits bei ihrer Sitzung am 9. Dezember 2017 in Cismar getroffen. Voraussetzung für die Freigabe der Mittel ist die Anerkennung des Vereins als selbstständiges Werk des Kirchenkreises. Unter anderem ist vorgesehen, dass künftig zwei Personen aus den Reihen des Kirchenkreises im Vorstand des Vereins vertreten sein werden.

Ein großes Thema der Synode ist außerdem ein Entwurf der Nordkirche zu den kirchlichen Grundlinien bei Taufe und Abendmahl, Konfirmation, Trauung und Trauergottesdiensten. Hierzu hat die Evangelische Nordkirche ein Diskussionspapier zum Umgang mit den kirchlichen Sakramenten und den Amtshandlungen (Kasualien) vorgelegt. Soll das Abendmahl nur jenen offenstehen, die auch getauft sind oder reicht der ernsthafte Wunsch nach der Teilnahme am Abendmahl? Unter welchen Voraussetzungen können auch die Kinder von Paaren getauft werden, die nicht Mitglied der evangelisch-lutherischen Kirche sind und kann ein Taufpate auch einer anderen christlichen Konfession angehören? Dazu gibt es unterschiedliche Auffassungen. Die Synode will versuchen, eine gemeinsame Haltung zum Thesenpapier der Nordkirche zu entwickeln.

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