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Ostholsteiner Anzeiger

15. Dezember 2017 | 22:58 Uhr

Ostholstein : Superergebnis für Thorsten Plath

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

51-jähriger Timmendorfer wurde mit 225 von 230 möglichen Stimmen zum neuen Kreiswehrführer gewählt. Und die Feuerwehren haben mehr Mitglieder als vor zehn Jahren.

von
erstellt am 16.Feb.2015 | 04:00 Uhr

Mit einem großen Vertrauensvorschuss wurde Thorsten Plath zum neuen Kreiswehrführer gewählt: 225 von 230 Delegierte der 135 Feuerwehren des Kreises stimmten Sonnabend in der Ratekauer Mön-Halle für den 51-Jährigen aus Timmendorfer Strand. Plath wird die Nachfolge von Ralf Thomsen (Oldenburg) antreten, dessen Amtszeit mit dem Ende dieses Jahres ausläuft.

In einer sehr harmonischen, über fast vier Stunden gehenden Jahreshauptversammlung des Kreisfeuerwehrverbandes wurden mehrere Ämter im Vorstand neu besetzt, außerdem gab es umfangreiche Ehrungen und Beförderungen. Die Kandidatur von Thorsten Plath für das höchste Amt der Feuerwehren im Kreis war im Vorfeld bereits bekannt geworden: Plath war in den vergangenen elf Jahren der Stellvertreter Thomsens (58), für diese Funktion hatte er das Amt des Kreisjugendwartes der Feuerwehren aufgegeben. Plath ist verheiratet, hat zwei Kinder, beim Zweckverband Ostholstein ist der Ingenieur der Abteilungsleiter für Wasserversorgung.

Ein neuer stellvertretender Kreiswehrführer wurde ebenfalls gewählt: 207 von 230 möglichen Stimmen erhielt Michael Hasselmann (50) aus Heiligenhafen.

Zum Beirat gab es zwei weitere Wahlen: Rolf Willert (Schashagen) wurde wiedergewählt. Zum Nachfolger von Joachim Kühl (Sipsdorf) wurde Andreas von der Heyde (Oldenburg) gewählt, er bekam mehr Stimmen Hartmut Junge (Lensahn), der sich ebenfalls beworben hatte.

Nach vielen Jahren mit sorgenvollen Blicken auf den Schwund von Aktiven und Feuerwehren im Kreis zog Ralf Thomsen in seinem letzten Bericht als Kreiswehrführer ein schönes Fazit: „Die Zahlen des Jahres 2014 sind positiv. 3770 Aktive heißt 23 Aktive mehr als 2013.“ Und es seien sogar 27 Aktive mehr als vor zehn Jahren. Die gute Arbeit der Feuerwehren hätten einen maßgeblichen Anteil an dieser Entwicklung, entscheidender Faktor für den Fortbestand der Wehren sei aber die Jugendarbeit. Aus den Jugendwehren seien vergangenes Jahr 63 Mitglieder übernommen worden, und die Jugendwehren leisteten auch einen Beitrag zu einem wachsenden Anteil von mittlerweile 400 aktiven Frauen.

Mit Blick auf die Einsätze nannte Thomsen eine Gesamtzahl von 2770 im Kreis. Im Jahr 2013 habe es mit den Folgen von zwei Orkanen 3291 gegeben. Die Zahl der Brände habe um fast fünf Prozent auf 587 zugenommen, die Hilfeleistungen (1393) um mehr als zehn Prozent abgenommen.

Landrat Reinhard Sager sprach von einer guten Entwicklung, wenn die Feuerwehren nicht für eine Katze in Baum alarmiert würden, sondern wirklich nur, wenn Hilfe gebraucht werde. Der Kreis gebe für die Feuerwehren 450  000 Euro im Jahr aus, und das Förderprogramm für neue Fahrzeuge aus dem Mitteln der Feuerschutzsteuer sei eine Erfolgsgeschichte.

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