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Bürgerinformation : Süseler diskutieren Straßenausbau

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Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Eine Bürgerinformation über den weiteren Ausbau der Bäderstraße lief ruhig ab. Die Eigentümer von 44 Grundstücken werden von der Beitragspflicht erfasst.

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erstellt am 19.Feb.2014 | 06:00 Uhr

Bürgermeister Holger Reinholdt (FWS) hat die Diskussion über den weiteren Ausbau der Bäderstraße in Süsel so beschrieben: „Am 13. Januar haben wir im Bauausschuss sachlich das ,Wie‘ diskutiert, und nicht mehr das ,Warum‘. Ich denke, das ist ein guter Ansatz.“ Tatsächlich blieb es auch am Montagabend sehr friedlich im TSV-Heim, in das über 80 Süseler zu einer Anliegerinformation über die Ausbaupläne gekommen waren.

Karen Dyck und Bernd Rubelt vom Eutiner Bauamt erläuterten Details zum Ausbau der Straße auf einer Strecke von 950 Metern von der Neustädter Straße bis zum Ortsausgang Richtung Stawedder. Wie schon beim ersten Bauabschnitt soll die Fahrbahn der ehemaligen Bundesstraße auf sechs Meter Breite reduziert und von jeweils 1,5 Meter breiten Gehwegen flankiert werden. Zu Engpässen von 4,5 Meter Breite wird es bei der alten Schule wegen Straßenbäumen kommen, die – so sagte Bauausschuss-Vorsitzender Klaus Berger (SPD) – ortsbildprägend seien und deshalb erhalten werden müssten.

Es sei der Kreis allerdings um eine Einschätzung gebeten worden, ob nicht mindestens ein Baum gefällt werden dürfe, berichtete Karen Dyck. Aus der Versammlung kam auch der Hinweis, dass ein Baum für eine gefährliche Sichtbehinderung sorge, wenn man mit einem Auto das Grundstück des Pastorats verlassen wolle.

Warum gebe es keine Busbuchten mehr?, lautete eine Frage, und Klaus Berger verwies auf gute Erfahrungen in der Haffkruger Strandallee: Haltende Busse sorgten, wenn sie keine Busbuchten mehr hätten, für eine zusätzliche Verkehrsberuhigung. Außerdem kosteten Ausbuchtungen der Fahrbahn zusätzlich Geld. Berger: „Alles, was wir hier sehen, wird um die 900 000 Euro kosten. Alles, was zusätzlich gemacht werden soll, kostet auch mehr, und dafür müssen die Gemeinde und die Bürger tiefer in die Tasche greifen.“

Ein Vorschlag, auf die Pflasterung eines 150 Meter langen Gehwegabschnittes zu verzichten, weil da „sowieso nie jemand geht“, fand aber keinen Applaus: „Da geht nie jemand, weil es matschig ist“, kam eine Entgegnung aus der Versammlung. Und eine Lücke im Gehwegausbau mache weder Sinn, noch drücke man dadurch spürbar die Baukosten, ergänzte Rubelt.

Keine hörbaren Reaktionen gab es bei der Aussicht darauf, was an Ausbaubeiträgen auf die Anlieger zukommen wird: Die Gesamtkosten würden derzeit auf 926 000 Euro geschätzt, sagte Bernd Rubelt, davon seien 525 000 Euro beitragspflichtig. Für die als Haupterschließungsstraße eingestufte Ortsdurchfahrt werde ein Anteil von 50 Prozent erhoben, für die Gehwege 65 Prozent. Die nach verschiedenen Kriterien bemessenen Anliegerbeiträge bewegten sich bei einem bebauten, 1000 Quadratmeter großen Grundstück in erster Reihe zwischen 4900 und 7900 Euro, für unbebaute Grundstücke im Außenbereich würden für einen Hektar 1500 Euro fällig. Betroffen sind 44 Grundstücke, deren Eigentümer zur Kasse gebeten werden. Die Bescheide würden erst nach Abschluss und Abrechnung der Bauarbeiten verschickt. Die könnten nach dem bisherigen Zeitplan im Juli oder August beginnen, kalkuliert wird mit einer Bauzeit von vier Monaten.

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