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Süsel: Turnhalle für Flüchtlinge nur im Notfall

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

shz.de von
erstellt am 27.Nov.2015 | 00:34 Uhr

Die Gemeindevertreter von Süsel haben hinter verschlossenen Türen über die Flüchtlingsunterbringung gesprochen. Öffentlich teilte Bürgermeister Holger Reinholdt mit, die Verwaltung habe den Auftrag bekommen, Unterkünfte weiterhin auf dem freien Wohnungsmarkt zu mieten. Nur im Notfall würde auf die Turnhalle, Dorfgemeinschaftshäuser oder das Rathaus zurückgegriffen.

Der Notfall tritt ein, wenn 20, 30 junge Männer auf einmal untergebracht werden müssen, wie Reinholdt sagt. Derzeit habe Süsel an die zehn Wohnungen für 32 Personen gemietet. Mit einem neuen Verteilungsschlüssel könne der Kreis der Gemeinde 105 Flüchtlinge zuweisen. Bis vor drei Monaten sei die Zahl noch 51 gewesen, sagte Reinholdt.

Die Gemeindevertretung hegt die Hoffnung, dass die Zahl 105 nicht mehr in diesem Jahr erreicht wird. Sollte es doch noch anders kommen, würde die Gemeinde zur Not auf die Turnhalle in Süsel, auf Dorfgemeinschaftshäuser oder auch das Rathaus – dort wäre Reinholdt zufolge für 15 bis 20 Menschen Platz – zurückgreifen.

Bei Bedarf könnten die Räume im Rathaus ziemlich schnell hergerichtet werden. Es müssten nur Nasszellen eingebaut und Wände gestrichen werden. Wie schnell das passieren kann, ließ Reinholdt offen: „Drei bis vier Wochen sind da schon lang“, grenzte der Bürgermeister den Zeitraum zumindest ein.

Üblicherweise kündigt der Kreis neue Flüchtlinge acht bis zehn Tage vor Ankunft in der Gemeinde an, schickt die Menschen bisher aber nur weiter, wenn die Gemeinde sie auch unterbringen kann. Damit die auch künftig in Wohnungen unterkommen, will Reinholdt in den Dörfern um weitere Privatunterkünfte bitten. Den Vorteil im Vergleich zur Massenunterkunft sieht der Bürgermeister in der schnelleren Integration der Menschen.

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