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Ostholsteiner Anzeiger

17. Oktober 2017 | 22:55 Uhr

Süsel bleibt in Finanznot

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Bürgermeister besorgt über Schuldenentwicklung

von
erstellt am 28.Sep.2013 | 00:31 Uhr

Weitgehend einstimmige Beschlüsse bestimmten den öffentlichen Teil der Tagesordnung, die von der Gemeindevertretung Süsel am Donnerstag in der Schule absolviert wurde. Dabei vollzog die Vertretung in fast allen Fällen, was zuvor in den zuständigen Ausschüssen empfohlen worden war.

So wurde ein Nachtrag zum Haushalt verabschiedet, in dem 100 000 Euro für den Kauf eines Feuerwehrautos für Fassensdorf enthalten sind, außerdem der Kostenanteil der Gemeinde an einer Weiterführung der Schulsozialarbeit und Ausweitung auf wöchentlich 17,5 Stunden.

Genehmigt wurde auch das Jahresergebnis für 2012, in dem ein Fehlbetrag von knapp 76 000 Euro festgestellt wurde. Dafür hat die Gemeinde inzwischen eine Fehlbetragszuweisung des Landes von fast 24 000 Euro erhalten. Positiver Aspekt: Ursprünglich war mit einem Loch von knapp 500 000 Euro gerechnet worden.

Es gebe keinen Grund zu Entwarnung, stellte Bürgermeister Holger Reinholdt (FWS) fest, die aktuelle Finanzlage bleibe angespannt, vor allem die absehbar wachsende Verschuldung von derzeit 3,2 Millionen Euro mache ihm Sorgen. Und im aktuellen Etat werde wieder mit einem Fehlbedarf von fast 650 000 Euro kalkuliert.

In der Einwohnerfragestunde hatte der Kesdorfer Windmüller Carsten Paulsen die Gemeindevertreter eingeladen, sich vor Ort über seine Pläne für neue Windräder zu informieren. Holger Reinholdt stellte im Gegenzug fest, dass die Arbeit der Gemeinde an einem neuen Bebauungsplan ruhe, weil bislang kein Investor zugesichert habe, die Planungskosten zu übernehmen. Das könnte, wie er vernommen habe, im aktuellen Streit mit der Flugsicherung zum Nachteil werden: Falls in der Sperrzone nur eine begrenzte Zahl von neuen Windrädern genehmigt werden sollte, sei absehbar, dass Standorte bevorzugt würden, bei denen die Bauleitplanung weiter vorangeschritten sei.


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