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Süsel beharrt auf einer neuen Decke für die Bäderstraße

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Der erneuerte Teil der Bäderstraße könnte zum langwierigen juristischen Streitobjekt werden. Die Gemeindevertretung hat Montagabend beschlossen, auf einer Erneuerung der Deckschicht ohne Mittelnaht zu beharren. Die Baufirma hatte schon vorher angekündigt, dass sie diese Forderung unverhältnismäßig finde und sich dagegen wehren werde.

Die Entscheidung fiel in nicht öffentlicher Sitzung nach mehrstündiger Beratung mit Befragung eines Rechtsanwaltes. Den Ausgang teilte Bürgermeister Holger Reinholdt (Freie Wähler) anschließend mit.

Im Gespräch mit dem OHA räumte Reinholdt ein, dass er sich persönlich einen anderen Beschluss gewünscht hätte. Die Firma habe sowohl eine Beseitigung der letzten Mängel als auch eine Verlängerung der Gewährleistungsfrist auf sieben Jahre und ein finanzielles Entgegenkommen angeboten. Gut sei auf jeden Fall, dass die Gemeinde die Rechnung noch nicht komplett bezahlt, sondern das Geld für eine neue Decke einbehalten habe.

Die Vorgeschichte: 2012 war ein 1000 Meter langes Stück der Bäderstraße ausgebaut worden. Die Deckschicht bestand aus einer mangelhaften Asphaltmischung, deshalb wurde im Oktober 2013 eine neue Schicht aufgetragen. Doch das Ergebnis erfüllte nicht die Erwartungen der Gemeindevertretung: Entgegen deren Vorstellungen wurde die Decke nicht komplett über die ganze Breite, sondern in zwei Bahnen eingebaut. So entstand eine Mittelnaht, in die Wasser eindringen könnte.

Die Firma hatte angeboten, die Mittelnaht mit einem Hitzeverfahren nachzuarbeiten und für unerwünschte Aufhellungen im Asphalt den Rechnungsbetrag zu senken. Die in zwei Bahnen erfolgte Asphaltierung entspreche dem Stand der Technik, stellte die Firma weiter fest und kündigte an, sich gegen eine Forderung nach einer komplett neuen Decke zu wehren.

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erstellt am 06.Mai.2014 | 12:39 Uhr

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