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Ostholsteiner Anzeiger

16. Dezember 2017 | 01:27 Uhr

Neustadt in Holstein : Stützpunkt ist umgezogen

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Am Neustädter Gogenkrog trainieren an jedem Montag 60 Fußballtalente von zehn bis 14 Jahren: Mit neuem Kunstrasenplatz ist die Stadt in den Kreis von 13 Talentschmieden für Nachwuchsfußballer zurückgekehrt.

Mit der offiziellen Übergabe des Namensschildes ist Neustadt seit gestern Nachmittag wieder in den Kreis der DFB-Stützpunkte in Schleswig-Holstein aufgenommen worden. Mit dem neuen Kunstrasenplatz hatten die Neustädter den entscheidenden Trumpf in der Hand, der sie in den Kreis der 13 Talentschmieden für Nachwuchsfußballer im Alter von zehn bis 14 Jahren zurückbrachte.

Neustadt war bereits vor sechs Jahren DFB-Stützpunkt, es folgte eine Odyssee über Lensahn, Hansühn und Eutin zurück an den Neustädter Gogenkrog.
Inzwischen ist der alte Grandplatz einem topmodernen Kunstrasenplatz gewichen. Das Talentförderkonzept des Schleswig-Holsteinischen Fußballverbandes hat sich geändert. Es gibt jetzt 13 Stützpunkte. Und: Kreisauswahlteams gibt es nicht mehr, dafür Stützpunkte in erreichbaren Entfernungen für die meisten Kinder. So würden den jungen Kickern weite Anfahrtswege erspart, stellt Björn Rädel fest, der für den Deutschen Fußball Bund (DFB) die Stützpunkte in Schleswig-Holstein koordiniert. In Neustadt üben jede Woche montags rund 60 Kicker den Umgang mit dem Ball. So sollen die individuellen Fähigkeiten gefördert werden. Im Fußballland Deutschland gibt es 366 Stützpunkte, in denen 1000 Trainer 14 000 Kindern die höhere Fußballschule beibringen. Auslöser für die Einrichtung der Stützpunkte war das katastrophale Abschneiden der Fußball-Nationalmannschaften bei der WM 1998 in Frankreich und zwei Jahre später bei der EM in Portugal.

Die Neustädter Bürgermeisterin Tordis Batscheider hatte sich gestern zwar krank gemeldet, ihr Konzept für eine kurze Rede aber ihrem Stellvertreter Volker Weber mitgegeben. Ihre Hoffnung: „Vielleicht gibt es ja einmal einen Bundesligaprofi oder gar Nationalspieler, der im DFB-Stützpunkt Neustadt gefördert worden ist.“ Björn Rädel hatte gleich ein Beispiel zur Hand: Der gebürtige Kieler Sidney Sam ist Bundesligaprofi beim FC Bayer Leverkusen und hat im Mai sein Debüt in der Nationalmannschaft gegeben.

„Meine Aufgabe ist es, für die guten Talente die besten Voraussetzungen zu schaffen“, stellte Björn Rädel fest. Der Stützpunkt Neustadt habe zwei wichtige Vorteile. Er liege geografisch fair, sei auch aus dem Nordkreis gut zu erreichen und liege nahe der Autobahnabfahrt Neustadt und er sei sehr gut ausgestattet, sagte Rädel. Die Vorgängerstützpunkte hätten der Nachwuchsförderung im Kreis Ostholstein in schwierigen Lagen geholfen, stellte der Koordinator dankbar fest. In Eutin habe sich gezeigt, dass der Platzbedarf der Fußballvereine so groß geworden sei, dass auf Sicht Interessenkonflikte mit dem Stützpunkt unvermeidbar geworden wären.

Die 13 Stützpunkte des Deutschen Fußball Bundes in Schleswig-Holstein sind Büchen, Itzehoe, Preetz, Breklum, Schaflund, Rendsburg, Meldorf, Neumünster, Bad Segeberg, Trittau, Lübeck, Klausdorf und Neustadt. Auch in Neustadt meldet sich die weibliche Seite des Fußballs zu Wort. Die besten Spielerinnen, sie sollten mindestens zum Kreis der Landesauswahl oder einer Jugend-Nationalmannschaft gehören, mischen im Training munter mit, in Neustadt zurzeit drei. Ansonsten gibt es im Land insgesamt fünf Stützpunkte, die der Schleswig-Holsteinische Fußballverband ausschließlich für Mädchen eingerichtet hat.

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