„Stütze und Spiegel der Gesellschaft“

Den Ausgezeichneten – (Mitte v.li.) Kristina Knorr, Anne und Fritz Vehres, Heidemarie Juhl-Damberg, Helmut Dahlmann und Sven Schönke – gratulierten Kreispräsident Harald Werner und Landrat Reinhard Sager (re.).
Den Ausgezeichneten – (Mitte v.li.) Kristina Knorr, Anne und Fritz Vehres, Heidemarie Juhl-Damberg, Helmut Dahlmann und Sven Schönke – gratulierten Kreispräsident Harald Werner und Landrat Reinhard Sager (re.).

Fünf Ostholsteiner mit der Ehrennadel des Kreises Ostholstein ausgezeichnet / Mehr ehrenamtliches Engagement gefordert

shz.de von
04. Juli 2018, 13:42 Uhr

Fünf Menschen, die sich mit ausdauernder und fruchtbarer ehrenamtlicher Arbeit um die Allgemeinheit verdient gemacht haben, wurden am vergangenen Dienstag im Festsaal des Klosters Cismar mit der Ehrennadel des Kreises Ostholstein ausgezeichnet. Die Auszeichnungen – Urkunde und Ehrennadel – wurden von Kreispräsident Harald Werner und Landrat Reinhard Sager überreicht

Ohne Ehrenamt wäre Deutschland wesentlich ärmer, stellte Georg Gorrissen, Präsident des DRK-Landesverbandes Schleswig-Holstein, in seiner einführenden Rede „Ehrenamt – Stütze und Spiegel der Gesellschaft“ fest. Und belegte dies mit beeindruckenden Zahlen: Bundesweit leisten Ehrenamtler 4,6 Milliarden Stunden an Arbeit, das entspricht gemessen am Mindestlohn einem wirtschaftlichen Wert von 42 Milliarden Euro oder 3,2 Millionen Vollzeitstellen.

Den Wert des Ehrenamts allein an diesen Statistiken zu messen sei allerdings zu kurz gedacht, führte Gorrissen weiter aus. Das Entscheidende und eigentlich Wertvolle für die Gemeinschaft und die Demokratie sei die Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen und prägte in diesem Zusammenhang den Begriff Verantwortungsgesellschaft. Er beklagte, dass das Gemeinwesen in der Wertschätzung der Bevölkerung in den letzten Jahrzehnten deutlich abgenommen habe und durch Egoismen ersetzt worden sei. Die Bereitschaft, sich langfristig an ein bestimmtes Engagement zu binden, sei – gerade bei jungen Leuten - erheblich zurückgegangen. Diese Krise sieht er als aber auch als Chance: Veränderungen erzwingen Reaktionen, um eine Gegenbewegung zu erreichen.


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