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Ostholsteiner Anzeiger

12. Dezember 2017 | 21:40 Uhr

Strom teurer – Gas und Wasser stabil

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Die Stadtwerke Eutin erhöhen 2015 die Preise für die Stromversorgung. Die Erhöhung wird im Schnitt drei Prozent betragen.

von
erstellt am 18.Nov.2014 | 12:00 Uhr

Die Stadtwerke Eutin GmbH (SWE) wird zum 1. Januar 2015 die Strompreise um durchschnittlich knapp drei Prozent erhöhen. Für die Versorgung mit Erdgas und Wasser hingegen sollen die Stadtwerke-Kunden nächstes Jahr nicht tiefer in die Tasche greifen, kündigte das Unternehmen gestern an.

„Grund für die Erhöhung sind stark gestiegene Entgelte für die Nutzung des Stromnetzes, die auch durch die leichte Senkung der bundesweiten Öko-Umlage nicht kompensiert werden können“, sagte Stadtwerke-Geschäftsführer Marc Mißling. Trotz des Preisanstieges würden die Stromtarife in Eutin weiterhin zu den günstigsten im Land zählen.

Bei einem Jahresverbrauch von 3500 Kilowattstunden steige der Grundversorgungspreis von 1023,29 Euro um 30,05 Euro ( 2,9 Prozent) auf 1053,34 Euro. Das sei immer noch 13 Euro weniger, als die mit Preissenkungen werbenden Stadtwerke Kiel für die gleiche Leistung kassieren wollen, so Mißling.

Der Hinweis der Stadtwerke Eutin auf den starken Anstieg der Netznutzungsentgelte, die sie bezahlen müssen, berührt Veränderungen im norddeutschen Unternehmensbereich des Eon-Konzerns. Dessen Tochterunternehmen, die Schleswig-Holstein Netz AG, hat neuerdings das bisher von Eon zentral betriebene Hochspannungsnetz im Norden übernommen. Wurden früher die hauptsächlich in Schleswig-Holstein aufgrund der Erneuerbaren Energien anfallenden Ausbaukosten am 110-KV-Netz bundesweit verteilt, so lasten sie jetzt allein auf SH Netz AG. Das erklärt den kräftigen Anstieg der Netztentgelte, den lokale Netzbetreiber vor allem im ländlichen Raum jetzt für den Transport des Stroms bis an ihre Verteilerstationen zahlen müssen.

Die Landkreise als Miteigentümer der vormaligen Eon Hanse AG (jetzt Hanse Werk) hatten, wie berichtet, die Beschlüsse zur Übernahme des 110-KV-Netzes mit beschlossen. Sie fürchteten, dass aufgrund der gewachsenen Konkurrenz der Verkauf von Strom kein dauerhaft tragfähiges Geschäftsmodell mehr sein würde..


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