Streit um nachträgliche Pflasterung des Kiesweges an der Süseler Kirche

23-24686865_23-57296160_1417184519.JPG von
19. Dezember 2014, 20:14 Uhr

Heftige Diskussionen löste Bürgermeister Holger Reinholdt (FWS) mit seiner Anregung aus, den wassergebunden belassenen Fußsteig an der Kirche in Süsel doch noch zu pflastern. „Das sieht wirklich nicht gut aus“, verwies er auf den störenden Kontrast zum bereits neu gestalteten Teil der Bäderstrraße.

Reinholdts Ansinnen widersprach Adrianus Boonekamp (CDU) entschieden. Erstens seien wassergebundene Wege keine Seltenheit in der Gemeinde, zweitens habe Pastor Hieber einmal klar gegen die Pflasterung am Kirchengrundstück Stellung bezogen, weshalb man jetzt nicht, sollte er anderen Sinnes geworden sein, diese Wendung mitmachen müsse. Und drittens spreche auch der in der Planungsdiskussion artikulierte Bürgerwillen dagegen.

Das ließ Swantje Meininghaus (SPD) aber nicht mehr als aktuelles Meinungsbild gelten. Sie wisse von vielen Betroffenen, dass sie mittlerweile mit der Pflasterung einverstanden seien. „Viele sagen, weg mit dem Matschweg“, pflichtete ihr SPD-Fraktionschef Albrecht Dudy bei. Die Mehrkosten von insgesamt 6000 Euro seien von allen Beteiligten zu verschmerzen, zumal die Gemeinde den Hauptteil tragen müsse.

Der Süseler Dorfvorsteher Alfred Neumann räumte ein, dass sich die Meinung im Vorstand, aber auch bei den Anliegern geändert habe: „Wir können uns mit der Pflasterung anfreunden.“

Bei der von der SPD beantragten namentlichen Abstimmung befürworteten 13 Kommunalpolitiker die Pflasterung des Wegstückes. Dagegen votierten zwei CDU-Vertreter, es gab eine Enthaltung.

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen