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Streit um Eintrittsgeld für das Malenter Folkfest

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Organisator Volker Rätzke hattre gestern das zehnte Folkfest in Malente abgesagt. Wenig später kam die Kehrwende.

shz.de von
erstellt am 13.Apr.2016 | 04:00 Uhr

Verwirrung um das Malenter Folkfest: Eigentlich soll am Freitag und Sonnabend, 24. und 25. Juni, die zehnte Auflage der Veranstaltung im Malenter Kurpark stattfinden. Doch gestern, kurz nach Mittag, verschickte Organisator Volker Rätzke eine E-Mail mit einer Absage. „Mit größtem Bedauern“, war dort zu lesen, müsse er das Folkfest absagen – ausgerechnet im Jubiläumsjahr.

Eine vertrauensvolle Zusammenarbeit mit dem Veranstalter, dem touristischen Dienstleister der Gemeinde, der GLC Glücksburg Consulting Group, und dem von ihr betriebenen Tourismus-Service sei nicht mehr möglich, erklärte Rätzke. Entscheidungen seien nicht abgesprochen und kommuniziert worden. Als Verantwortlicher müsse er verhindern, dass Musiker, Publikum und Standbetreiber unter diesen Entscheidungen litten.

Drei Stunden später die Kehrtwende: Rätzke nahm das Aus für die Veranstaltung erst einmal zurück. Dazu bewogen habe ihn ein Gespräch mit GLC-Vorstandsmitglied Edith Brasche (vormals Seemann). Hintergrund der Irritationen war die GLC-Entscheidung, Eintritt für die Veranstaltung zu erheben.

Bisher geplant sei ein Eintrittsgeld in Höhe von elf Euro (mit Kurkarte 9,50 Euro) für beide Tage oder von acht Euro (6,50 Euro) für den Sonnabend als Hauptveranstaltungstag, bestätigte Edith Brasche dem OHA. Dass diese Entscheidung gefallen sei, habe Volker Rätzke offenbar erst jetzt wahrgenommen.

Eine Absage des Folkfestes könne jedoch nur durch GLC und nicht durch Rätzke erfolgen, betonte Edith Brasche. Denn GLC als Veranstalter habe ihn als Dienstleister beauftragt, das Fest zu organisieren. Neben einem über die Jahre gestiegenen, aber durchaus gerechtfertigten Honorar für Rätzke als Organisator sei auch eine neue Berechnungsgrundlage für die Gema-Gebühren für gestiegene Kosten verantwortlich, auch Sicherheitsleute und Marketing müssten bezahlt werden, sagte Edith Brasche. Dies alles müsse GLC über Eintrittsgelder auffangen.

Der Idee, zu Spenden aufzurufen, erteilte die GLC-Vorstandsfrau eine Absage. „Wir können als touristischer Vermarkter für die Gemeinde Malente keine Spenden einnehmen.“ Vielmehr trete man selbst als Sponsor auf. Nun will sie mit Rätzkes Hilfe genauer ermitteln, welche Gema-Kosten auf GLC zukommen, um dann noch einmal über die Höhe der Eintrittspreise nachzudenken.

Rätzke zeigte sich erst einmal beruhigt, doch: „Ich muss nun erst mal eine Nacht über die Entscheidung schlafen.“ Außer im ersten Jahr, als das Folkfest noch an der Tews-Kate in der Sebastian-Kneipp-Straße stattgefunden habe, sei der Eintritt zu der Veranstaltung immer kostenlos gewesen.

In den vergangenen Jahren seien immerhin bis zu 2500 Besucher zum Folkfest gekommen. Ihnen will Rätzke zum zehnjährigen Bestehen einiges bieten. Deshalb soll das Folkfest wie in seinen Anfangsjahren zum Jubiläum auf zwei Tage ausgedehnt werden. Und zumindest am ersten Tag solle es rockiger zugehen, kündigte Rätzke an. Erwartet würden etwa die „Baltic Scotts“ (früher „Get Wet“) und „Outfield Westwood“.

Edith Brasche ist unterdessen überzeugt, dass das Folkfest auch mit Eintritt viele Besucher haben wird. Dafür spreche die Qualität dieser Veranstaltung.

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