zur Navigation springen
Ostholsteiner Anzeiger

21. Oktober 2017 | 08:52 Uhr

Streit im Amt um Geld schwelt weiter

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Mehrheit im Amtsausschuss Großer Plöner See lehnt Kompromissvorschlag ab

shz.de von
erstellt am 26.Sep.2013 | 00:36 Uhr

In eine neue Runde geht die Auseinandersetzung zwischen den Gemeinden Ascheberg und Bösdorf auf der einen Seite sowie den verbliebenen Gemeinden im Amt Großer Plöner See um das Amtsgebäude in der Heinrich-Rieper-Straße in Plön. Eine Sitzung des Amtsausschusses am Dienstag im „Grebiner Krug“ endete ohne Einigung.

Grund ist – wie berichtet – die von den beiden Gemeinden angestrebte Auszahlung ihres Anteils am Verwaltungsgebäude, weil sie zum 31. Dezember aus der Amtsverwaltung in Richtung Stadtverwaltung Plön ausscheiden. Gegen die Zahlung sträubt sich jedoch das Amt.

Da sich beide Parteien bislang nicht einigen konnten, schlug die Kommunalaufsicht einen Kompromiss vor. Dieser sah nach einigen Änderungen seitens der Ascheberger Gemeindevertretung vor, dass Ascheberg 34,25 Prozent und Bösdorf 16,02 Prozent des Verkaufserlöses für das Amtsgebäude zustehen. Zudem würden beide Gemeinden die Gewinne aus einer Vermietung der ab
dem 1. Januar leerstehenden sechs Räume erhalten.

Dieser Idee konnte der Dersauer Bürgermeister Holger Beiroth überhaupt nichts abgewinnen: „Ich sehe keinen Rechtsanspruch der ausscheidenden Gemeinden dafür, der besteht nur im Falle einer kompletten Amtsauflösung.“ Amtsvorsteher Gerold Fahrenkrog wies auf die angespannte Haushaltslage in mehreren Gemeinden hin. Denn diese müssten für die Zahlungen an Ascheberg und Bösdorf aufkommen.

Entsprechend fiel das Abstimmungsergebnis aus: Mit 12 zu 6 Stimmen bei einer Enthaltung lehnten die Mitglieder des Amtsausschusses den Kompromissvorschlag ab. Zuvor war dieser bereits im Geschäftsausschuss gescheitert.

Einig waren sich die Amtsvertreter hingegen, dass die Suche nach Unterkünften für Asylbewerber verstärkt werden müsse. „Je nachdem, wie sich die Lage in Syrien entwickelt, kommen nicht bloß 5 000, sondern vielleicht 50 000 Flüchtlinge nach Deutschland“, sagte Bosaus Bürgermeister Mario Schmidt. Bislang sei das Amt verpflichtet, elf Flüchtlinge in seinen Gemeinden unterzubringen.

Karte
zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen