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Gemeinde Süsel : Straße nach Vinzier wird auch ausgebaut

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Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Fördermittel des Landes sorgen für eine Sanierung eines 1400 Meter langen Absachnitts noch in diesem Sommer.

Ein unverhoffter Zuschuss des Landes hat die Gemeinde Süsel dazu bewogen, den erst für nächstes Jahr geplanten Ausbau der Straße zwischen Gömnitz und Vinzier doch noch in diesem Sommer anzupacken. Einstimmig hat der Planungsausschuss am Montagabend dem rund 420  000 Euro teuren Vorhaben zugestimmt.

Die Eile ergibt sich aus den Zuschussbedingungen: Geld gibt es nur, wenn die Sanierung des 1400 Meter langen Stückes vom Dorfrand Gömnitz bis zur Gemeindegrenze Richtung Vinzier bis Ende Oktober erfolgt ist.

„Mit einer so schnellen Zusage hatten wir nicht gerechnet“, begründete Karen Dyck vom Bauamt das ungewohnte Tempo und Entwicklungsstadium der Angelegenheit, denn die Verwaltung hatte nicht nur den Planungsauftrag vergeben, sondern auch schon die Ausschreibung der Bauarbeiten organisiert.

Bei einer Kostenkalkulation von exakt 416  200 Euro erhielt die Gemeinde die Zusage über 53 Prozent Förderung, maximal 213  680 Euro, aus den Mitteln des Landesprogrammes Ländliche Räume. Das sei ein neuer Fördertopf, sagte Dyck zur Frage, warum es für den Ausbau der Straße Gömnitz-Bujendorf keine ähnliche Förderung gegeben habe, im übrigen hätte diese Straße nicht die notwendige Breite gehabt, die für den Zuschuss Bedingung ist.

Durch den Zuschuss halbiere sich sich auch der Anteil der Baukosten, für den die Anlieger herangezogen werden: Für etwa zehn Anlieger bleibe ein Anteil von zusammen 47  300 Euro, die Gemeinde müsse gut 150  000 Euro aufbringen.

Die Anlieger profitierten in mehrfacher Hinsicht von dieser Lösung, analysierte Ausschuss-Vorsitzender Klaus Berger (SPD): Zum einen verringere sich durch den Zuschuss die Summe der Anliegerbeteiligung. Zweitens gelte dieses Jahr noch eine Quote von 25 Prozent. Für nächstes Jahr sei bereits nach Vorgaben des Landes eine Erhöhung auf 35 Prozent beschlossen.

Bei einem Anlieger habe er allerdings Bedenken: Der Eigentümer eines Eckgrundstücke werde sowohl für die Straße nach Bujendorf als auch nach Vinzier zahlen müssen. Immerhin habe er die Möglichkeit, seinen Beitrag in Raten über zehn Jahre zu zahlen.

Die Sanierung der Straße erfolge durch eine zehn Zentimeter starke Asphalttragschicht und eine vier Zentimeter dicke Asphaltdecke, in den Banketten von Kurven würden auf eine Länge von 260 Meter Rasengittersteine verarbeitet, vor Grundstücken würden Betonmuldensteine verlegt, heißt es in der Verwaltungsvorlage.

Sehr milde fiel die Reaktion aus der Vertretung auf das „Vorpreschen“ der Verwaltung aus. Verwaltungsmitarbeiter werden sonst von Süseler Gemeindevertretern gerne gerügt, wenn die Politiker eigenmächtiges, nicht ausreichend abgestimmtes Handeln wittern. Albrecht Dudy (SPD) merkte an, dass man sich schon vor der Sitzung eine Information über genehmigten Zuschuss und Ausschreibung gewünscht hätte.

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erstellt am 15.Jun.2016 | 12:29 Uhr

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