„Straße ist Gefahr für Leib und Leben“

Dieter Nialki zeigt hier die Tiefe der Löcher auf der Gemeindestraße zwischen Thürk und Majenfelde.
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Dieter Nialki zeigt hier die Tiefe der Löcher auf der Gemeindestraße zwischen Thürk und Majenfelde.

Die Gemeindestraße zwischen Thürk und Majenfelde ist von unzähligen und teilweise gefährlich tiefen Schlaglöchern übersät

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26. Mai 2015, 16:26 Uhr

Die fünfjährige Johanna Hass mag eigentlich gar nicht mehr auf ihr kleines Fahrrad steigen. Kürzlich fuhr sie in der Thürker Bergstraße mit dem Vorderrad ihres kleinen „Drahesels“ in ein Schlagloch auf der Straße und stürzte. Dabei zog sie sich Schürfwunden im Gesicht und an den Beinchen zu.

„Muss erst etwas passieren, bevor die Gemeinde aktiv wird“, fragt Dieter Nialki aus Thürk. Der Rentner klagt über den schlechten Zustand der Gemeindestraße zwischen Thürk und Majenfelde. Andere sehen offenbar wenig Hoffnung auf Besserung und haben ein Schild „Lurche kreuzen – langsam“ in „Löcher kreuzen“ umgeschrieben. In der Tat: der Zustand der Gemeindestraße ist desolat. Sie scheint fast 50 Jahre alt zu sein. Damals, als sie gebaut wurde, gab es noch nicht so schwere Landmaschinen wie heute oder es fuhren keine tonnenschweren Schulbusse durch die Gemeinde. Die Lasten machen der Straße augenscheinlich schwer zu schaffen. Tiefe Löcher sind das Ergebnis.

Er habe seiner Lebensgefährtin Inge Franke verboten mit dem Auto von Thürk nach Majenfelde zu fahren. „Ich fahre jetzt immer über Kleinmeinsdorf nach Eutin, da sind die Straßen deutlich besser“, hört Inge Franke auf den Ratschlag ihres Lebensgefährten Dieter Nialki. Der weiß, dass jeder Autofahrer vorausschauend fahren muss und die Gemeinde bei Schäden nicht in Regress genommen werden kann. „Aber es gibt bei Gegenverkehr Situationen, da muss man da durchfahren“, weiß er aus eigenem Erleben.

Dieter Nialki fordert im Namen vieler Thürker Autofahrer die Gemeinde auf, endlich Nägel mit Köpfen zu machen und die Löcher in der Straße fach- und sachgerecht zu sanieren. Ihm sei von der Gemeinde Bosau die Auskunft gegeben worden, dass für diese Arbeiten in der Gemeinde rund 30  000 Euro zur Verfügung stehen. Doch das Flicken der Löcher in der Fahrbahn kommt Dieter Nialki einer Not-Operation gleich. Er sieht im schlechten Zustand der Straße eine Gefahr für Leib und Leben. Das müsse doch in der heutigen Zeit nicht mehr sein. Er forderte die Bosauer Gemeindevertretung auf, nach nachhaltige Lösungen zur Verbesserung des Zustandes zu sorgen. Es müssten Rücklagen für die Sanierung der Gemeindestraßen gebildet werden. Vielleicht sollten die Gemeindevertreter sich bei ihren Parteien für eine Umkehr des Solidarbeitrages von Ost nach West einsetzen. So könnte auch hier dringend benötigtes Geld generiert werden.  

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