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Ostholsteiner Anzeiger

21. Oktober 2017 | 07:04 Uhr

Strandweg: Stadt nicht Eigentümer

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Plöns Bürgermeister Jens Paustian hat am heutigen Dienstag ein Gespräch mit der Generalbevollmächtigen der Deutschen Bahn

von
erstellt am 21.Feb.2015 | 12:15 Uhr

Die Sanierung des Plöner Strandweges für rund 160  000 Euro gehört zu den drei größten Investitionsmaßnahmen der Stadt Plön. Oder besser: sie könnte es gewesen sein. Der Grund liegt nämlich in den Eigentumsverhältnissen. Der Strandweg gehört der Bahn. Das bestätigte Plöns Bürgermeister Jens Paustian gestern dem OHA.

Die Sanierung des Strandweges beschäftigt in Plön schon seit vielen Monaten die Stadtverwaltung ebenso wie die städtischen Gremien. War alles umsonst? „Ich habe versucht, einen Kontakt mit der Generalbevollmächtigten der Bahn aufzunehmen“, sagte Bürgermeister Paustian gestern. Am heutigen Dienstag solle der Rückruf erfolgen und das weitere Vorgehen besprochen werden. Es gehe dabei um die Bindungsfrist von Fördermitteln. Paustian: „Ich bin guter Hoffnung.“ Die Stadt Plön habe seit 1932 lediglich einen Nutzungsvertrag mit der damaligen Reichsbahn über die Nutzung des Strandweges abgeschlossen. Der gelte wohl noch heute für den Rechtsnachfolger, die Deutsche Bahn. „Wir würden die Sanierung gern vorantreiben“, sagte Jens Paustian.

In den politischen Gremien herrscht indes Kopfschütteln. Morgen tagt dazu der Ausschuss für Stadtentwicklung und Umwelt. Im Hintergrund wird schon aufgerechnet, wieviel Geld die Stadt bereits in die Planung der Sanierung des Strandweges ausgegeben hat.

Seit Anfang Juli 2014 beschäftigt sich der Ausschuss mit der Sanierung des Strandweges vom Bootshafen an der Schwentine in Richtung Westen. Im Haushalt 2014 wurden schon mal 90  000 Euro für die Sanierung eines Teils des Strandweges eingestellt.

Hoffnung gab es, als aus der Verwaltung die Beschaffung von Fördermitteln aus der Aktiv-Region in Aussicht gestellt worden. Eine Beantragung von Fördermitteln allerdings sollte die Sanierung des Strandweges auf dieses Jahr verschieben. Doch losgelöst von möglichen Fördermöglichkeiten wurden erst einmal 160  000 Euro über eine Verpflichtungsermächtigung für den städtischen Haushalt angemeldet.

Doch jetzt der Schock: Bei der Umsetzung der Beschlüsse des Stadtentwicklungsausschusses zum Ausbau des Strandweges unterhalb vom Schloss, vom Seeprinzen bis zur letzten Bahnunterführung Schlossgarten, sind Fragestellungen und Unklarheiten in Bezug auf Eigentums- und Nutzungsrechte aufgetreten, die erheblichen Klärungsbedarf erfordern, heißt es kurz in der Sitzungsvorlage. Gespannt sind Ausschussmitglieder morgen auf den aktuellen Sachstandsbericht der Verwaltung.  

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