Strandwall zieht mit Bewuchs um

Der intakte Strandwall am Strand der Hohwachter Bucht wird von heute an zum Parkplatz „Tivoli“ verlegt.
Der intakte Strandwall am Strand der Hohwachter Bucht wird von heute an zum Parkplatz „Tivoli“ verlegt.

Wegen genehmigter Bebauung sollen 2000 Quadratmeter Strandwall an der Ostsee an anderer Stelle wieder aufgebaut werden

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02. März 2018, 11:20 Uhr

Noch liegt der Schnee am Strand der Hohwachter Bucht und es ist bitterkalt: Doch heute wird zusammen gepackt. Weil die Gemeinde Hohwacht einen Strandwall bebauen will, muss er umziehen.

Intakte Strandwälle gibt es an der Küste nur noch wenige, und sie sind gesetzlich geschützt. Den Umzug organisiert die Ausgleichagentur Schleswig-Holstein. In Absprache mit der Unteren Naturschutzbehörde des Kreises Plön und der Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein wurde folgende Lösung erarbeitet: Auf der Neubaufläche sollen auf 2000 Quadratmetern die obere Schicht mit den Pflanzen und dem Samenpotenzial abgebaggert und auf dem ehemaligen Parkplatz des Campingplatzes „Tivoli“ gebracht werden. Dort soll ein etwa 200 Meter langer neuer Wall modelliert werden, auf dem seltene Pflanzen wie das Silbergras wieder wachsen sollen. Insgesamt sollen so rund 1000 Kubikmeter Strandwall versetzt werden.

Der sandige, trockene und nährstoffarme Boden des Strandwalls werde sich in kurzer Zeit wieder zu einem Refugium für viele seltene Pflanzen, neben Silbergras auch die Sand-Segge, entwickeln, ist die Ausgleichsagentur sicher. Profitieren würden davon auch zahlreiche Insekten wie Wildbienen, Hummeln und Käfer mit der Möglichkeit der Nahrungssuche. Die Fläche gehört der Stiftung Naturschutz und grenzt an das Naturschutzgebiet Sehlendorfer Binnensee an.

Die Ausgleichsagentur ist 100-prozentiges Tochterunternehmen der Stiftung. Sie soll Dienstleisterin zwischen Vorhabenträgern und den Behörden sein, die Naturschutzauflagen festlegen, wenn Bauherren Eingriffe in den Naturhaushalt vornehmen.

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