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Einwohner brachten Ärger auf den Tisch : „Strandhaus“ wird zum Thema

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Einwohnerversammlung kritisierte in der Schiffsthalaula den „Schandfleck“ am Plöner See

von
erstellt am 16.Apr.2014 | 15:08 Uhr

Die Stadt Plön soll sich mit der Zukunft des Strandhauses an der Fegetasche beschäftigen. Diesen Auftrag nahmen die Vertreter der Stadt und der Gremien am Dienstag bei der ersten Versammlung der Einwohner nach sechs Jahren mit in die Amtsstuben. 50 Interessierte waren der Einladung von Bürgervorsteher Dirk Krüger in die Schiffsthalaula gefolgt.

Mit einem einstimmigen Votum folgten die Einwohner einem Antrag des Vorsitzenden der „Initiative Schönes Plön“, Raimund Paugstadt, die Vorschläge über einen Abriss, Instandsetzung und wirtschaftliche Nutzung sowie Investorensuche zu überprüfen. „Der desolate Zustand des Strandhauses ist eines Ortes, für den Tourismus ein wichtiger Wirtschaftsfaktor ist, nicht würdig“, betonte Paugstadt. Tausende würden den Bereich am Fähranleger frequentieren und den ungepflegten Zustand sehen.

In ihren Köpfen bliebe Plön durch den desolaten Zustand des Strandhauses negativ in Erinnerung, sagte der Betreiber der Minigolf- und Bouleanlage, Jörg Weißschnur. Für ihn sei der Plan einer Verlängerung der Vor- und Nachsaison lediglich ein „Lippenbekenntnis“, da keinerlei Veränderungen vorgenommen würden. Alljährlich würde er von Besuchern angesprochen werden. Nicht zuletzt wegen der geschlossenen Toiletten am Freibad, deren Öffnungszeiten bei der Verwaltung für Irritationen sorgten. Nach deren Kenntnisstand sollten die WCs jetzt geöffnet sein. „Das Strandhaus ist ein Schandfleck“, forderte Weißschnur einen Abriss.

Immer wieder haben sich die Ausschüsse in der Vergangenheit dem Thema angenommen. Da eine moderne und zukunftsfähige Entwicklung nicht betrieben werden könne, sehe der Entwicklungsplan einen Abriss vor, sagte Jutta Kricheldorff vom Bauamt. Das Vorhaben sei aufgrund fehlender Finanzmittel nicht vorangetrieben worden.

Zur Haushaltslage informierte der Hauptausschussvorsitzende Oliver Hagen (CDU) über die bekannten Maßnahmen zur Haushaltskonsolidierung in Höhe von rund 1,2 Millionen Euro. Dabei solle rund 340 000 Euro durch Personalabbau gespart werden. Und auch die bisher „politisch heiligen Kühe“ wie Vereinszuschüsse und Beiträge von rund 41 000 Euro müssten den Sparmaßnahmen zum Opfer fallen.

Uneinsichtigkeit und Unverständnis herrschte bei einigen Anwohnern und Hauseigentümern der Hipperstraße, dass der Bereich als Anliegerstraße deklariert wurde. Dadurch ist die Kostenbeteiligung der aktuellen Baumaßnahme, im Gegensatz zu einer Durchfahrtsstraße, höher. Mehrmalige Erklärungen von Bernd Möller, Vorsitzender vom Ausschuss für Stadtentwicklung und Umwelt, dass das Ausbaubeitragsgesetz die Stadtvertreter keine andere Entscheidungsmöglichkeit ließ, führten zu keinem Konsens mit dem Fragesteller Albert Bardtke.

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