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Strand 08 hat den Abstieg aus der SH-Liga verkraftet

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Für den NTSV Strand begann das Fußballjahr 2015 enttäuschend. Nach fünf Jahren Ligazugehörigkeit stiegen die Timmendorfer überraschend aus der Schleswig-Holstein-Liga ab. Trotz der Abgänge einiger etablierter Spieler wie Jan Stahl, Phillip Kamke, Robertino Borja, Benjamin Zabel oder Riza Karadas verlief die Saison zunächst gut. Nach neun Spieltagen lag Strand 08 noch in der Spitzengruppe, nach der Hinrunde belegte die Mannschaft Rang sieben in der Tabelle und auch zum Jahreswechsel war die Abstiegszone noch komfortable acht Punkte entfernt. Doch in der gesamten Rückrunde konnte Strand 08 nur noch zwei Spiele gewinnen, dazu kamen ein Unentschieden und 14 Niederlagen.

Trainer Frank Salomon, der aufgrund einer Blinddarmoperation selbst lange Zeit ausfiel und so nur wenig Einfluss nehmen konnte, vermisste vor allem Führungsspieler, die bereit waren, Verantwortung zu übernehmen: „Einige Spieler sind regelrecht untergetaucht. Zudem fehlten uns ein echter Torjäger und die Durchschlagskraft im Angriff.“

Im Saisonendspurt wurden mit Phillip Kamke, Bastian Zeh und Nils Gramckau Routiniers reaktiviert, die für Stabilität sorgten, den Abwärtstrend aber nicht stoppen konnten. Repräsentativ für den Saisonverlauf war das letzte Heimspiel gegen den TuS Hartenholm. Mit einem Sieg hätten die Timmendorfer den Klassenerhalt sichern können. Strand war über 90 Minuten überlegen, vergab eine Reihe guter Tormöglichkeiten und verlor durch ein kurioses Gegentor in der Schlussminute mit 0:1. Am letzten Spieltag gab es eine deutliche 0:6-Niederlage beim SV Eichede und Strand 08 rutschte tatsächlich noch auf einen Abstiegsplatz ab.

„Es ist natürlich bitter, wenn man nur einen einzigen Spieltag auf einem Abstiegsplatz steht, die Entwicklung war aber abzusehen“, sagt Salomon rückblickend.

Trotz des Abstiegs blieben die Verantwortlichen besonnen. Sowohl Salomon als auch Daniel Safadi blieben Strand 08 als Trainer erhalten und stellten sich der Aufgabe, eine neue Mannschaft in der Verbandsliga aufzubauen. „Wir wollten vor der Situation nicht davonlaufen, Voraussetzung war ein konsequentes Aufarbeiten der Situation“, betont Salomon. So gab es zur neuen Saison einen weiteren personellen Umbruch. Mit Marco Pajonk, Sascha Woelki, Timo Schwartz, Andre Kalbau und Jonni Jahnke wurden Spieler verpflichtet, die Führungsrollen übernahmen.

Strand 08 gab den sofortigen Wiederaufstieg als Saisonziel aus und begab sich damit in die Favoritenrolle. Der Saisonauftakt war durchwachsen. Das neue offensiver ausgelegte Spielsystem musste verinnerlicht werden, hinzu kamen einige Verletzungen, so dass Salomon und Safadi nur selten ihre Wunschformation aufbieten konnten. Inzwischen wird Strand 08 seiner selbst auferlegten Favoritenrolle gerecht.

Vor allem offensiv überzeugt die Mannschaft und hat mit Marco Pajonk, der bereits 29 Treffer erzielt hat, den lang vermissten Torjäger gefunden. In den letzten beiden Spielen vor der Winterpause konnten die Timmendorfer mit einem 5:1-Sieg beim SV Preußen Reinfeld und einem 4:1-Heimerfolg gegen den TSV Pansdorf zwei direkte Aufstiegskonkurrenten auf Distanz halten.

Aktuell ist der VfB Lübeck II der größte Konkurrent. Strand 08 hat bei einem Spiel weniger einen Punkt Rückstand auf die Lübecker. Am 20. Februar kommt es im ersten Spiel nach der Winterpause zum direkten Vergleich zwischen Strand 08 und den VfB Lübeck II. „Wir haben es selbst in der Hand, unser Ziel zu erreichen. Überheblichkeit ist aber fehl am Platze. Wir werden am Boden bleiben und weiter hart arbeiten“, stellt Salomon klar. Da mit Timo Schwartz, Andre Kalbau und Jan-Uwe Prüßmann einige Stammspieler verletzt ausfallen, will Salomon in der Winterpause die Mannschaft noch einmal personell verstärken. Mit Frederick Rocksien und Patrick Boy vom TSV Siems und Torhüter Kevin Ciesler aus Pansdorf stehen die ersten Zugänge fest. Die Verpflichtung von Gomez Abal vom TSV Todesfelde hat sich dagegen erledigt.

Am 14. Januar steigt Strand 08 wieder in das Training ein. Bis dahin sind noch zwei Hallenturniere in Eutin am 2. Januar und am 10. Januar in der Lübecker Hansehalle geplant. Frank Salomon blickt optimistisch auf das neue Jahr: „Unser Mannschaftsgefüge stimmt, wir wissen aber, dass noch viel passieren kann.“

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erstellt am 30.Dez.2015 | 00:32 Uhr

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