Strand 08 hält lange mit

In der zwölften Minute nimmt Marco Pajonk  (links) Maß, der Lübecker Daniel Halke kann nur zusehen, wie der Schuss unter dem Jubel der Tirmmendorfer Fans zum 1:0-Zwischenstand im linken oberen Eck einschlägt.
In der zwölften Minute nimmt Marco Pajonk (links) Maß, der Lübecker Daniel Halke kann nur zusehen, wie der Schuss unter dem Jubel der Tirmmendorfer Fans zum 1:0-Zwischenstand im linken oberen Eck einschlägt.

Der VfB Lübeck setzt sich im Pokalwettbewerb des Schleswig-Holsteinischen Fußballverbandes 2:1(1:1) gegen Strand 08 durch

shz.de von
14. August 2018, 23:54 Uhr

Einen schönen Fußballabend erlebten gestern in Timmendorfer Strand die Zuschauer, die das Halbfinale im Landespokal zwischen Strand 08 und dem VfB Lübeck verfolgten. Der Andrang der Fans war so groß, dass Schiedsrichter Patrick Petersen-Lund die Partie mit fünf Minuten Verspätung Anpfiff. Letztlich sahen 1250 Zuschauer ein enges Spiel, das der VfB Lübeck knapp, aber verdient 2:1(1:1) gewann.

Die Entscheidung fiel in der 88 Minute, als die Gäste ihre spielerische Klasse zeigten, nach einem Timmendorfer Ballverlust am VfB-Strafraum energisch das Mittelfeld überbrückten. Letzte Anspielstation war Ahmet Metin Arslan, der Yilmaz Caglar im Tor von Strand 08 das Nachsehen gab. Arslan hatte in der ersten Halbzeit bereits den Ausgleichstreffer zum 1:1 markiert.

Beide Mannschaften lieferten sich in den ersten 45 Minuten den erwartet spannenden Kampf. Dabei hielten sich die Gastgeber nicht lange mit respektvoller Zurückhaltung auf. Tomislav Blazheski zog aus gut 20 Metern ab, der Ball flog aber weit über das Gästetor (2.). Auf der anderen Seite wollte da Sven Mende nicht nachstehen. Er prüfte aus ähnlicher Entfernung den Timmendorfer Torhüter Yilmaz Caglar, der den Ball sicher parierte (5.). Der Jubel war kurz darauf groß, als Kapitän Marco Pajonk seine Treffsicherheit unter Beweis stellte. Er drehte sich im Strafraum mit dem Ball am Fuß geschickt und schoss den Ball – unerreichbar für Malte Schuchardt im Lübecker Tor – in den linken Winkel (12.).

Beide Teams suchten die Offensive, der VfB Lübeck drängte auf den Ausgleich, die Gastgeber lauerten auf Konter, die immer wieder von Jan-André Sievers eingeleitet wurden. Mit dem schönsten Angriff der ersten Halbzeit verdiente sich der VfB Lübeck den Ausgleich, der Ball lief von links über drei Stationen in die Mitte, wo Mehmat Metin Arslan vollkommen blank stand und den Ball flach in der linken Ecke versenkte (28.). Die Partie wurde mit großem Einsatz, aber fair geführt. Schiedsrichter Lund-Petersen hatte das Spiel sicher im Griff, kam mit wenigen gelben Karten aus.

Eine entscheidende Aktion war die Gelb-Rote Karte gegen Marcel-Sven Meier wegen wiederholten Foulspiels, eine korrekte Strafe, die den Lübeckern den Vorteil verschaffte, der ihnen schließlich den Sieg ermöglichte. „Das war sicher ein Knackpunkt des Spiels“, meinte Salomon.

Der Timmendorfer Trainer Frank Salomon war trotz der Niederlage angetan: „Wir haben vor großartiger Kulisse ein tolles Fußballspiel gesehen. Dass wir das Spiel so kurz vor Schluss verloren haben, ist natürlich bitter. Wir wären gerne in die Verlängerung gegangen. Insgesamt können wir auf unsere Leistung stolz sein.Nächstes Jahr gibt es einen neuen Anlauf.“

VfB-Trainer Rolf Martin Landerl war sichtlich erleichtert, er quittierte den Einzug ins Halbfinale mit einem Jubelsprung. „Wir haben natürlich im Vorfeld gewusst, dass es eine sehr schwierige Aufgabe wird. Du spielst hier gegen den Schleswig-Holstein-Meister, der eine hervorragende Mannschaft hat, viele Ex-VfB-Spieler dabei hat. Das bringt viel Brisanz mit sich. “ Landerl bedankte sich bei den Lübecker Fans, die ihrer Mannschaft auch am Dienstagabend den Rücken stärkten. Klar, dass sich Mannschaft und Anhänger nach dem Abpfiff abklatschten.

„Die Mannschaft hat heute gezeigt, dass sie ohne Angst spielen wollte“, stellte Frank Salomon fest. Der VfB Lübeck sei der hohe Favorit gewesen, trainiere zum Teil unter Profibedingungen. „Sie haben noch eine andere Ballbehandlung, die trainieren jeden Tag ihre Ballstaffetten“, sagte der Timmendorfer Coach. „Wir waren ganz dicht dran am Remis. Wir haben zwar knapp verloren, sind aber trotzdem stolz.“

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