Eutin : Stolpersteine wurden Schulthema

Mit dem Nationalsozialismus allgemein und speziell in Eutin beschäftigten sich Schüler im Rahmen eines Projektes, zu dem eine Bilder galerie und Intervies mit Zeitzeugen gehörten.
Mit dem Nationalsozialismus allgemein und speziell in Eutin beschäftigten sich Schüler im Rahmen eines Projektes, zu dem eine Bilder galerie und Intervies mit Zeitzeugen gehörten.

Schüler der Beruflichen Schule machten die Erinnerung an Opfer des Nationalsozialismus zum Projekt.

shz.de von
03. Juli 2019, 16:58 Uhr

Eutin | Die Verlegung von „Stolpersteinen“ in Eutin durch den Künstler Gunter Demnig, die – wie ausführlich berichtet – an Opfer des Nationalsozialismus erinnern, ist auch zum „Schulstoff“ geworden. Der Referendar und Gemeinschaftskundelehrer der Beruflichen Schule, Marten Schröder, hat die Schülerinnen und Schüler der Klassen GTE/GTM 18 im Rahmen der Aktionen rund um die „Stolpersteine“ aktiv werden lassen.

Seit 1992 legt Gunter Demnig „Stolpersteine“, kleine Messingtafeln, mit denen der Künstler Gunter Demnig an Menschen erinnert, die in der Zeit des Nationalsozialismus ermordet, verfolgt oder deportiert wurden. Die meisten Stolpersteine liegen vor dem letzten bekannten Haus, in dem betroffene Menschen gelebt haben. Mehr als 70.000 Stolpersteine wurden mittlerweile verlegt. Die Schülerinnen und Schüler hatten im Rahmen eines Projektes die Aufgabe, mehr über den Nationalsozialismus zu erfahren und auch andere Menschen, besonders Menschen im selben Alter, dazu aufzurufen, sich zu erinnern. Über Wochen hinweg entstand eine Bildergalerie zum Thema Stolpersteine, die in der Schule ausgestellt wurde. In Gruppen wurden einzelne Apsekte bearbeitet.

Drei Gruppen führten Interviews, befragten Zeitzeugen, Angehörige von Opfern des Nationalsozialismus und die Frau des Künstlers Gunter Demnig. Katja Demnig kam auch in die Schule und hielt einen Vortrag über ihre Arbeit.

Andere Gruppen haben zu Themen „Nationalsozialismus in Eutin“, „Erinnern, warum überhaupt?“ und „Stolpersteine“ recherchiert.

Fazit der Schüle: „Wir wurden von vielen Personen für unsere Arbeit gelobt, unter anderem von den Angehörigen von Jenny und Alice Nathan, als wir sie bei der Stolpersteinlegung interviewt haben. Durch unsere intensive Arbeit an dem Projekt haben wir viel gelernt. Vor allem über die Geschichte Eutins.

Unserer Meinung nach braucht man zum Erinnern einen Bezug zum Thema. Deshalb sind wir sehr froh, dass wir die Chance hatten, uns mit der Geschichte Eutins zu beschäftigen.“

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